Bach-Archiv wird An-Institut - Premiere in h-Moll

20.11.2008 - (idw) Universität Leipzig

Mit Übergabe der Urkunde durch den Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser, an den Geschäftsführer des Bach-Archivs, Dr. Dettloff Schwerdtfeger, an diesem Sonntag wird das Bach-Archiv Leipzig offiziell An-Institut der Universität Leipzig. Im Anschluss daran singt der Leipziger Universitätschor in der Leipziger Thomaskirche Bachs h-Moll-Messe. Presseeinladung (s.u.)

Mit der Anerkennung des Bach-Archivs als An-Institut der Universität Leipzig stellen die Alma mater und das Bach-Archiv ihre langjährige Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Lehre auf eine neue Grundlage. Bisher regelte ein Kooperationsvertrag die zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten, insbesondere mit dem Musikwissenschaftlichen Institut, der Universitätsbibliothek, dem Rechenzentrum der Universität und dem Museum für Musikinstrumente, aber auch mit der Leipziger Universitätsmusik, der Theologischen Fakultät und anderen Einrichtungen. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Bach-Archivs ergänzen beispielsweise das Lehrangebot des Musikwissenschaftlichen Instituts und bieten den Studenten attraktive Forschungsmöglichkeiten.

Ein reger Austausch findet auch zwischen den Spezialsammlungen des Bach-Archivs und den Beständen der Universitätsbibliothek und im Bereich der elektronischen Datenbanken statt. Nach außen hin sichtbar ist diese Kooperation unter anderem durch Projekte wie das langfristig angelegte Projekt "Bach-Digital" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie öffentlichkeitswirksame Symposien (2005: "Zu groß, zu unerreichbar" - Bach-Rezeption im Zeitalter Mendelssohns und Schumanns) und Kongresse (Internationaler Kongress der Gesellschaft für Musikforschung 208). "Wir freuen uns, dass damit unsere Zusammenarbeit in Forschung und Lehre intensiviert, vertieft und auf eine dauerhafte Basis gestellt werden kann", so der Direktor des Bach-Archivs, Prof. Christoph Wolff.

Im Anschluss an die Übergabe erklingt in der einstigen Wirkungsstätte Bachs ab 18 Uhr Bachs Hohe Messe in h-Moll (BWV 232) , aufgeführt durch den Leipziger Universitätschor und das Pauliner Barockensemble unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor David Timm. Die Messe in h-Moll ist das letzte vollendete Meisterwerk von Johann Sebastian Bach. Einige Forscher betrachten sie wegen des breiten musikalischen Spektrums ihrer 27 Sätze als eine Art Resümee seines Schaffens, ein Geschenk an Bachs Söhne, die nach seinem Tod den Nachlass verwalteten. Andere vermuten einen Auftraggeber hinter der Vertonung der katholischen Messordnung - klären konnte die Forschung den wahren Anlass der Komposition bisher nicht.

Am Ewigkeitssonntag widmet sich der Leipziger Universitätschor in diesem Jahr Bachs Monumentalwerk. Für Universitätsmusikdirektor David Timm wird es das erste Mal sein, dass er die Messe dirigiert. "Bachs h-Moll-Messe ist ein Werk von großer kompositorischer Komplexität und es ist eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten, diese Musik zu erfassen und aufzuführen", sagt Timm.

Gesine Adler, Anastasiya Peretyahina, Sopran
Susanne Krumbiegel, Alt
Sebastian Reim, Tenor
Gotthold Schwarz, Baß
Leipziger Universitätschor
Pauliner Barockensemble auf historischen Instrumenten
Leitung: David Timm

Karten zu 15 Euro, ermäßigt 8 Euro im Thomasshop, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse zu 16 Euro, ermäßigt 9 Euro.
Für Leipzig-Pass-Inhaber und Studenten Restkarten zu 5 ¤ nur an der Abendkasse - Reservierungen unter 0341 / 222 24 200.

Presseeinladung

Zur feierlichen Übergabe der Urkunde an das Bach-Archiv durch Rektor Prof. Franz Häuser sowie der anschließenden h-Moll-Messe sind die Vertreter der Medien herzlich eingeladen. Für eine bessere Planung bitten wir um kurze Rückmeldung an presse@uni-leipzig.de

Zeit: 23. November 2008, 18:00 Uhr
Ort: Thomaskirche Leipzig