TUB: Besser als die Politik verlangt

12.02.2009 - (idw) Technische Universität Berlin

Die Technische Universität Berlin übertrifft die Ziele des Berliner Senats bei der CO2-Minderung Bundesweit ist die TU Berlin die einzige Hochschule, die ihr Handeln in Wissenschaft und Betrieb jährlich auf Nachhaltigkeit auswertet und die Ergebnisse in ihrem Umweltbericht detailliert veröffentlicht. Der neueste von 2008 ist soeben erschienen. Mittlerweile ist das umweltgerechte Handeln in Lehre und Forschung sowie im Betrieb in der ganzen Universität verwurzelt. Das erfreuliche Ergebnis: Unter anderem konnte die TU Berlin ihren CO2-Ausstoß so weit drosseln, dass die Universität die Umweltziele des Berliner Senats beim Klimabündnis und dem Energiekonzept übertrifft.

Vor zwölf Jahren gab sich die TU Berlin Umweltleitlinien für die gesamte Universität. Wichtigste Prämisse dabei war, die Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb verstärkt zu fördern. Diese Richtung zeigt sich unmittelbar sowohl in der Forschung als auch in der Lehre. Fünf der sieben 2004 formulierten Zukunftsfelder der TU Berlin beziehen sich unmittelbar auf die Nachhaltigkeit. Im kürzlich eröffneten Innovationszentrum Energie beispielsweise arbeiten bereits 52 Fachgebiete zu den verschiedenen Aspekten dieses Themas zusammen.

Mit der allgemeinen Teuerung stieg der Anteil der Energiekosten am Haushalt geringfügig von rund zwei auf 3,2 Prozent, jedoch blieb durch das Energiesparen der Stromverbrauch pro Quadratmeter Nutzfläche konstant bei 79 Kilowattstunden, wobei der Umfang an Nutzfläche durch Umstrukturierung und Abmietung sank. Noch deutlicher wird das umweltbewusste Wirtschaften beim Heizenergieverbrauch - der witterungsbereinigt pro Quadratmeter Nutzfläche von 182 auf 159 Kilowattstunden sank - und beim Wasserverbrauch, der sich pro Kopf von zehn auf sechs Kubikmeter reduzierte.
Besonders stolz kann die TU Berlin auf ihr Ergebnis sein, was die Minderung des CO2-Ausstoßes betrifft, der durch ihren Energieverbrauch entsteht. Seit 2002 minderte sie ihren CO2-Ausstoß um jährlich 1,76 Prozent. Dabei übertraf sie die Ziele sowohl des Berliner Klimabündnisses (1,3 Prozent pro Jahr) als auch des Energiekonzeptes des Berliner Senats (1,25 Prozent pro Jahr). Berlin will damit eine Minderung um 25 Prozent bis 2010 beziehungsweise von 40 Prozent bis 2020 gegenüber den Werten von 1990 erreichen.

"Ausschlaggebend für dieses überdurchschnittliche Ergebnis sind mehrere Aspekte", erklärt Thomas Albrecht, Umweltbeauftragter der TU Berlin, dessen Abteilung nicht nur den Umweltbericht verfasst, sondern auch viele Vorgaben und Hilfen für die Umsetzung der Umweltleitlinien. "Die Bauabteilung hat in den letzten Jahren die Gebäudetechnik optimieren und sanieren, Gebäude dämmen sowie zum Beispiel Stahlrahmenfenster ersetzen können und vieles mehr." Ebenso habe man die Beschäftigten zu umwelt-gerechterem Verhalten beim Heizen, Lüften und Ressourcenverbrauch motivieren können. "Unsere Leitlinien haben sich bewährt", so Thomas Albrecht. "Auf diese Weise schaffen wir Glaubwürdigkeit, senken Kosten und können Drittmittel einwerben."

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Thomas Albrecht, Umweltbeauftragter der TU Berlin, Tel.: 030 / 314 -21392, E-Mail: t.albrecht@tu-berlin.de,
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