UDE: Weg von der Straße: Tagung zum Schienenverkehr

09.04.2009 - (idw) Universität Duisburg-Essen

Den Gütertransport von der Straße auf die Schiene verlegen - dafür steht das Projekt MAEKAS, an dem das Zentrum für Logistik und Verkehr der Universität Duisburg-Essen gemeinsam mit vier Praxispartnern derzeit arbeitet. Das Projekt wendet sich in erster Linie an kleine und mittelgroße Unternehmen der Region Ruhrgebiet, die auf ihrem Betriebsgelände über einen passiven Gleisanschluss verfügen - diesen aber nicht mehr oder nur wenig nutzen. Diese Unternehmen können sich nun auf dem Workshop "MAEKAS - auf der Schiene zum Erfolg" über die Möglichkeiten und Vorteile des Gütertransports per Schiene informieren, und zwar am Montag, 20. April, von 10 bis 16.30 Uhr im ComIn (Kompetenzzentrum für Kommunikation und Informationstechnologie), Karolinger Straße 92-96, in Essen. Auch Vertreter von Fachverbänden und andere Interessierte sind eingeladen, erwartet werden rund 70 Teilnehmer.

Neben der Vorstellung des MAEKAS-Projekts (Management von projektbezogenen Allianzen zwischen lokalen und überregionalen Eisenbahnverkehrsunternehmen für kundenspezifische Akquisitionsstrategien) erwarten die Workshop-Teilnehmer Vorträge zur Gleisanschlussförderung, zum Schienennetz sowie der Vergleich "Schienengüterverkehr versus Straßengüterverkehr" mit Blick auf Wirtschaftlichkeits- und Ökologieaspekte sowie Fallstudien.

Das Projekt, das mit einer Million Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird, will zeigen, dass die Bahn durchaus einem Preisvergleich mit dem Straßenverkehr standhalten und auch auf individuelle Kundenwünsche eingehen kann. Dazu haben vier Eisenbahnverkehrsunternehmen (die Schweizer SBB Cargo, die Mülheimer Verkehrsgesellschaft, die Neuss-Düsseldorfer Häfen Eisenbahn sowie die Wanne-Herner Eisenbahn) eine Kooperation gebildet, um die Bedürfnisse von Kunden und Eisenbahnunternehmen besser aufeinander abstimmen zu können. Bisher gilt die Schiene im Vergleich zur Straße noch als zu unflexibel.

Einige Unternehmen haben sich von MAEKAS schon überzeugen lassen, etwa die Knippers-Metall-Chemie in Mülheim an der Ruhr und Müntefering-Gockeln in Herne. Beide Unternehmen reaktivierten ihre jahrelang brach liegenden privaten Gleisanschlüsse und entschieden sich für einen Schienentransport. So wird der Straßenverkehr entlastet und zum Teil von den Schadstoffausstößen der Lkw befreit.

Weiter Informationen: Institut für Produktion und Industrielles Produktionsmanagement, Dipl.-Inf. Martin Kowalski martin.kowalski@pim.uni-due.de Tel: 0201/183-2604, Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Stephan Zelewski, Tel.: 0201/183-4040, stephan.zelewski@pim.uni-due.de

Redaktion: Isabelle De Bortoli, Tel. 0203/379-2429
Weitere Informationen: http://www.maekas.wiwi.uni-due.de http://www.maekas.wiwi.uni-due.de/downloads/maekas-success-stories