Sportsoziologie gegen Kinderarbeit

12.06.2003 - (idw) Deutsche Sporthochschule Köln

2. Weltkongress für Sportsoziologie an der Deutschen Sporthochschule Köln

"Sport fördert Kinderarbeit" - dies ist das Ergebnis der Forschungsarbeit des bekannten kanadischen Sportsoziologen Peter Donnelly. Der Professor der Universität von Toronto macht drei Gebiete des Sports für die Ausbeutung von Kindern verantwortlich. Zum einen sind in Niedriglohnländern minderjährige Hilfskräfte in nicht unbedeutendem Maße an der Produktion von Sportartikeln beteiligt. Zum anderen existiert ein reger Handel mit jungen Nachwuchssportlern und -sportlerinnen, die vor allem aus den einkommensschwachen Ländern unserer Welt nach Westeuropa gebracht werden. Doch Kinderarbeit ist nicht nur ein Problem der Armut: Auch bei uns ist der Sport im Hochleistungsbereich für viele Heranwachsende eher ein Fulltime-Job als eine Freizeitbeschäftigung.
Peter Donelly kritisiert diese Erscheinungen des modernen Sports nicht nur - seine Lösungswege für die Zukunft stellt er beim 2. Weltkongress für Sportsoziologie der Öffentlichkeit vor. Neben Donelly präsentieren und diskutieren rund 200 international anerkannte Sportsoziologen und -soziologinnen aus 38 Ländern die neuesten Forschungsergebnisse auf dem vom 18. bis 21. Juni 2003 an der Deutschen Sporthochschule Köln stattfindenden Kongress.
Unter dem Veranstaltungstitel "Sport and Social Order - Challenges for Theory and Practice" werden Chancen und Risiken der jüngsten Sportentwicklung beleuchtet. Dabei werden kulturelle, organisatorische, ökonomische, gesundheitliche und mediale Aspekte aus dem Blickwinkel der Soziologie aufgezeigt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Themenkomplex "Sport und Geschlecht", der in verschiedenen Vorträgen eingehend erörtert wird.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der offiziellen Veranstaltungs-Homepage unter www.dshs-koeln.de/issa2003/.
Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen, am Kongress teil zu nehmen. Ihre Anmeldung richten Sie bitte an: rose@dshs-koeln.de