Wintermantel dankt Bundespräsident für klare Worte zur Hochschulfinanzierung

02.12.2009 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Für seine klaren Worte zur Unterfinanzierung der deutschen Hochschulen hat die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel, dem Bundespräsidenten gedankt. Horst Köhler hatte heute in seinem Grußwort zum 600-jährigen Bestehen der Universität Leipzig Länder und Bund ermahnt, das Hochschulwesen nicht kostenneutral umbauen zu wollen.

Wintermantel sagte in Berlin: "Der Bundespräsident weist zu Recht auf die Kernprobleme hin. Wir müssen den jungen Leuten vermitteln, dass der Staat ihre Belange ernst nimmt und alles dafür tut, dass sie mit einer möglichst guten Bildung ins Berufsleben starten können. Ich hoffe sehr, dass die Mahnung des Staatsoberhaupts gehört wird.

Es muss aufhören, dass die Bildungsinvestitionen schön gerechnet werden und dass die alleinige Verantwortung für die Qualität für Bildung und Forschung mit dem Hinweis auf deren gewachsene Autonomie den Hochschulen zugewiesen wird.

Wir brauchen ein entschlossenes Handeln aller Verantwortlichen. Die Hochschulen haben mehrfach signalisiert, dass sie entschlossen sind, bestehende Probleme und Fehlentwicklungen anzugehen. Es ist Zeit für einen offenen Austausch und eine nüchterne Bilanz. Ich habe einen 'Bologna-Gipfel' vorgeschlagen, damit endlich klare Vereinbarungen getroffen werden, wie die noch anstehenden Aufgaben bewältigt werden. Dazu müssen die Beteiligten bereit sein, alle Kräfte anzuspannen."