Was uns an die Nerven geht ! Dortmunder Team holt die Neurotoxikologen aus aller Welt zusammen

02.07.2003 - (idw) IfA- Institut für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund

Konzo, eine bisher wenig bekannte Erkrankung des Nervensystems, war eines der herausragenden Themen des 9. Kongresses der Internationalen Neurotoxikologie Gesellschaft in Dresden. Es wurde bekannt, dass Hunger in einigen Gebieten Afrikas dazu führt, die Wurzelknollen der Cassava-Pflanze ohne ausreichende Trocknung zu essen. Folge davon können dauerhafte Schädigungen der Bewegungskoordination und im Sehsystem des Menschen sein. Gegenüber diesen Erkrankungen mit Konsequenzen für Tausende von hungernden Menschen waren andere Themen des Kongresses weniger spektakulär, aber nicht weniger interessant. Zum Beispiel wurden mögliche Minderungen des Hörens oder Sehens nach Umgang mit Lösungsmitteln sowie Risiken nach einseitiger Ernährung mit bestimmten Fischen diskutiert.
Es wurde deutlich, dass in hoch entwickelten Ländern die Sorge um mögliche Schädigungen durch Umwelteinwirkungen weit verbreitet ist. Die wirklichen Gesundheitsrisiken hingegen sind oftmals gering.
Der Kongress wurde von der Arbeitsgruppe Verhaltenstoxikologie des Institutes für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund organisiert. Prof. Dr. Andreas Seeber, Leiter des Organisationskomitees, zog Bilanz: "Nicht allein die exzellenten Beiträge führender Fachvertreter, sondern die aktive Teilnahme vieler junger Wissenschaftler oder Studenten aus Südamerika, Afrika und Asien brachten diesem Kongress den Flair des Besonderen". Dr. Christoph van Thriel, Mitarbeiter im Organisationsstab, fügte hinzu: "In mehr als 130 Präsentationen aus 34 Ländern wurde die stürmische Entwicklung der Neurotoxikologie deutlich. Neue internationale Kooperationen zwischen Arbeitsgruppen wurden vereinbart."


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