Ausonius-Preis 2003

08.07.2003 - (idw) Universität Trier

Geschichte mit dem Blick auf die Gegenwart erforschen

Zum 6. Mal vergibt die Universität Trier den Ausonius-Preis in Anerkenntnis eines herausragenden wissenschaftlichen Werkes auf dem Gebiet der Altertumskunde (Altphilologie, Alte Geschichte). Der Preis wird gestiftet von der JT International Germany GmbH. Diesjähriger Preisträger ist der Althistoriker Alexander Demandt, Ordinarius am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin, Entdecker und Herausgeber der nie geschriebenen Kaisergeschichte Theodor Mommsens, dessen Tod sich im November 2003 zum 100. Mal jährt. Alexander Demandt wird im Rahmen der Verleihung des Ausonius-Preises am 11. Juli 2003 um 18 Uhr im Hörsaal 1 einen Vortrag mit dem Titel: "Die Philosophie der Arbeit" halten.
Das Werk von Alexander Demandt ist vielschichtig und vielgestaltig. Der Preisträger ist Verfasser von mehr als 20 Monographien und Herausgeber von mehr als 10 Sammelbänden. Mit den Ursachen für den "Fall Roms" hat er sich genauso intensiv befasst wie mit den Idealstaatstheorien der Antike. Er ist Verfasser des großen maßgeblichen Handbuchs zur Spätantike. Sein "Privatleben der römischen Kaiser" ist amüsant dargestellt und gut lesbar. Alexander Demandt ist zu Hause in der gesamten abendländischen Geschichtsphilosophie, -theorie und Wissenschaftsgeschichte von Platon bis Nietzsche. Sein Leitsatz ist "Geschichte mit dem Blick auf die Gegenwart zu erforschen". Daher finden sich bei ihm Themen wie etwa der Kulturvandalismus von der Antike bis zur Gegenwart, die Antikenrezeption im Nationalsozialismus und die Bedeutung der Antike für das heutige Europa.


Pressestelle Universität Trier
Heidi Neyses
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