"Exportschlager Hochschule"? Deutsche Studienangebote im Ausland

21.06.2010 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

DAAD-Tagung am 21. und 22. Juni in Berlin

Bonn, 21.06.2010. In einer globalisierten Welt ist auch Bildung längst zu einem grenzüberschreitenden Angebot geworden. Angeregt vom Vorbild australischer, britischer und amerikanischer Hochschulen hat sich im vergangenen Jahrzehnt ein eigenständiger deutscher Weg entwickelt, um deutsche Studienangebote im Ausland an den "Kunden" heranzutragen. Die Tagung "Hochschulbildung ohne Grenzen" des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zieht am 21. und 22. Juni in Berlin eine Bilanz des Engagements deutscher Hochschulen im Ausland und versucht einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. Dr. Christian Bode, Generalsekretär des DAAD, fasst die gegenwärtige Lage zusammen: "Deutsche Hochschulen bieten im Ausland in einer Vielzahl von Modellen ihre Lehre an. Was aber allen gemeinsam ist und sie von anderen Anbietern auf dem globalen Bildungsmarkt wesentlich unterscheidet, ist der partnerschaftliche Ansatz, der vor allem von den Gastländern sehr geschätzt wird."

Vor zehn Jahren hat der DAAD zum ersten Mal aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sein Programm "Studienangebote deutscher Hochschulen im Ausland" ausgeschrieben. Damit hat er maßgeblich dazu beigetragen, den Schritt deutscher Hochschulen ins Ausland finanziell und ideell zu fördern. Seitdem konnten sich über 60 Studienangebote im Ausland etablieren, vom einzelnen Studiengang bis hin zur kompletten Hochschule. Die Projekte werden von verschiedenen Geldgebern unterstützt und verfolgen sowohl bildungs- als auch außen- und entwicklungspolitische Ziele. Besonders gefragt ist die deutsche Ingenieursausbildung, aber auch Wirtschafts- und Naturwissenschaften sind beliebt. Die deutsche Lehre genießt im Ausland einen sehr guten Ruf: Vor allem die gelungene Verbindung von Lehre und Praxis ist ein Element, das Modellcharakter hat. In jüngster Zeit haben besonders die German University Cairo (GUC), die Vietnamesisch-Deutsche Universität (VGU) und die Deutsch-Türkische Universität (DTU) für Aufmerksamkeit gesorgt.

DAAD-Generalsekretär Bode bilanziert: "Die hier präsentierten Projekte machen deutlich, dass das Agieren auf dem internationalen Bildungsmarkt mittlerweile zum festen Bestandteil der Internationalisierungsstrategie deutscher Hochschulen geworden ist."

Ausführliche Informationen zur Tagung finden Sie im Internet unter http://www.daad.de/export.

Kontakt: Beate Schindler-Kovats, Gruppe "Hochschulprojekte im Ausland", DAAD, Tel: 0228 / 882-326, E-Mail: schindler-kovats@daad.de

Leiterin Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Francis Hugenroth
Tel: 0228 / 882-454
Fax: 0228 / 882-659
E-Mail: presse@daad.de
www.daad.de
Kennedyallee 50
D 53175 Bonn