DGNR: neuroRAD 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie

03.08.2010 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

neuroRAD 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie
7. bis 9. Oktober 2009, Gürzenich Köln, Martinstraße 29-37, 50667 Köln

Von der Schädelbasis bis zum Pfeifen im Ohr:
Neuroradiologen diskutieren Neuheiten ihres Fachgebietes Köln Neuroradiologen diagnostizieren und behandeln eine Vielzahl unterschiedlichster Krankheitsbilder. In ihr Aufgabengebiet fallen sowohl Volksleiden wie der Tinnitus als auch Hirntumoren und neurodegenerative Erkrankungen wie die Alzheimer-Krankheit. Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt von neuroRAD 2010. Die 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) findet vom 7. bis zum 9. Oktober 2010 im Gürzenich Köln statt.

Im Gegensatz zum klassischen Dauerpfeifen im Ohr, bei dem selten eine konkrete Ursache gefunden wird, zeichnet sich der pulssynchrone Tinnitus durch ein rhythmisches, vom Patienten im Ohr oder Kopf wahrgenommenes Geräusch aus. Es ist dem Pulsschlag oder der Atmung angepasst und wird oft durch Erkrankungen der Blutgefäße verursacht. Wie sich diese diagnostizieren und behandeln lassen, ist ein Themenschwerpunkt von neuroRAD 2010.

Mithilfe bildgebender Verfahren können wir Neuroradiologen nicht nur die Ursachen für einen pulssynchronen Tinnitus erkennen. In vielen Fällen behandeln wir die Patienten auch minimal-invasiv, erklärt Professor Dr. med. Erich Hofmann, Tagungspräsident und Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie am Klinikum Fulda. Das gelte vor allem für Gefäßfehlbildungen, sogenannte arteriovenöse Kurzschlüsse, in der Nähe des Ohres. Das rhythmische Pochen und Fauchen des Geräusches kann die Patienten stark belasten. Gelegentlich sind solche Gefäßfehlbildungen richtig gefährlich und müssen dringend behandelt werden. Manchmal findet man jedoch auch nur harmlose Anomalien. Mit dieser beruhigenden Diagnose ist den Patienten dann auch schon sehr geholfen, so Hoffmann.

Die Teilnehmer der 45. DGNR-Jahrestagung können sich zudem über Innovationen im Bereich der Kontrastmittel, Erkrankungen der Schädelbasis und Bildgebungsverfahren bei Schwindelsymptomen informieren. Wir möchten alle Neuroradiologen und Radiologen aus Klinik und Praxis ansprechen, aber auch Kollegen benachbarter Fächer wie Neurologen, Neurochirurgen und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, betonte Hoffmann im Vorfeld von neuroRAD. Fortbildungsveranstaltungen zu Kernthemen des klinischen Alltags werden von Vorträgen und einer Posterausstellung zu aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung ergänzt. Mit einem speziellen Kongressprogramm wendet sich neuroRAD zudem gezielt an die radiologisch-technischen Assistenten.

Die Kongressgebühren sind abhängig vom Anmeldedatum, dem Status des Teilnehmers (Facharzt, Arzt in Weiterbildung usw.) und einer eventuellen DGNR-Mitgliedschaft. Vergünstigte Teilnahmegebühren sind bei der Buchung bis zum 15. September 2010 möglich. Umfassende Kongressinformationen sowie Fortbildungsbeiträge und Experteninterviews zu den Themen der Jahrestagung sind unter http://www.neurorad.de abrufbar. Hier können sich Interresierte auch für den Kongress anmelden und das Vorprogramm anfordern.

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

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