Gesetzentwurf zu Studiengebühren: Hochschule Niederrhein und AStA weitgehend einig

02.09.2010 - (idw) Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

Krefeld, 2. September. Die Hochschule Niederrhein und der AStA (Allgemeiner Studierenden Ausschuss) der Hochschule begrüßen den Gesetzentwurf der Landesregierung zur Verbesserung der Chancengleichheit beim Hochschulzugang. In einer gemeinsamen Erklärung stellen sie fest, dass der Gesetzentwurf den gemeinsamen Interessen von Hochschulleitung und Studierenden in hohem Maße gerecht wird. So könne durch die zugesagten finanziellen Mittel vom Land die Qualität der Lehre aufrecht erhalten werden.

Aus Sicht der Hochschulleitung war es entscheidend, dass die Landesregierung für eine kapazitätsneutrale Kompensation sorgt, wenn sie die Studienbeiträge abschaffen will, sagt Professor Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein. Genau das sei im Gesetzentwurf vorgesehen. Da diese Mittel nach der Anzahl der Studierenden in der Regelstudienzeit verteilt würden, sei auch weiterhin ein Anreiz gegeben, die Studienzeit kurz zu halten. Aber während bisher die Studierenden aus Eigeninteresse ihre Studienzeit möglichst kurz gehalten haben, müssten künftig die Hochschulen noch stärker für die Einhaltung der Regelstudienzeit sorgen. Damit liegt der Ball in unserem Feld, sagt von Grünberg.

Positiv bewertet der AStA der Hochschule Niederrhein die Entscheidung der Landesregierung, Studiengebühren abzuschaffen. Von einem Schritt in Richtung Chancengleichheit spricht René Rademacher, Vorsitzender des AStA der Hochschule Niederrhein: Die Abschaffung der Gebühren ist vor allem für diejenigen Studierenden wichtig, die durch die Studienbeiträge der vergangenen Semester bereits finanziell belastet, oder gar verschuldet sind. Der AStA setzt sich außerdem dafür ein, die Studiengebühren bereits zum Sommersemester 2011 abzuschaffen; der Gesetzentwurf nennt dagegen das Wintersemester 2011/12 als Zieldatum.

Die Hochschule Niederrhein hat in den Jahren 2006 bis 2009 insgesamt 18,8 Millionen Euro aus Studienbeiträgen eingenommen und in die Verbesserung von Lehre und Forschung investiert.

Weitere Informationen erteilen Dr. Christian Sonntag, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Niederrhein (Tel.: 02151 822 3610) sowie René Rademacher, Vorsitzender des AStA der Hochschule Niederrhein (Tel.: 0177 2637 313).