Die Tüftler der Hochschule Lausitz

31.12.2010 - (idw) Hochschule Lausitz (FH)

Maschinenbaustudenten feiern Jahresabschluss mit herausragenden Masterarbeiten und gewagten Konstruktionen. Die Maschinenbaustudenten der Hochschule Lausitz (FH) sind für ihre außergewöhnlichen Jahresabschlussfeiern bekannt. In diesem Jahr setzten Studierende und Professoren noch einen Höhepunkt obendrauf, denn noch vor dem gemütlichen Teil präsentierten die frischgebackenen Masterabsolventen Marcus Jänisch und Steffen Wiedemann überdurchschnittliche Arbeiten.
Marcus Jänisch untersuchte in seiner mit der Note 1,3 bewerteten Masterarbeit die Belastung der Gießrollen im Stranggussverfahren. Er erarbeitete ein mechanisches Modell, das es dem Praxispartner, dem Konverterstahlwerk ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt, ermöglicht, den Verschleiß der Rollen zu reduzieren. Betreuer Werner Gehre sprach von einer wertvollen Arbeit für die Praxis im Unternehmen.

Auch der Praxisbetreuer Professor Dr. Helge Bergander von der Firma HTS GmbH Coswig lobte das hohe Niveau der Arbeit von Steffen Wiedemann, der dünnwandige Bauteile für die Raumfahrt analysierte. Steffen Wiedemann entwickelte ein Modell, das die hochkomplexen Beanspruchungen, denen Bauteile im All ausgesetzt sind, exemplarisch abbildet. Die Prüfungskommission erteilte für die Abschlussarbeit die Bestnote 1,0.

Damit sind die ersten drei Master im Maschinenbau an der Hochschule Lausitz mit ihrem Studium fertig bereits vor einigen Wochen schloss Michael Boch seine Abschlussarbeit mit ebenfalls hervorragender Bewertung ab. Seine Praxisbetreuer von der Firma Hofmann & Engel aus Moritzburg stellten den jungen Mann vom Fleck weg als Projektingenieur ein.

Das zeigt die ausgesprochen hohe Qualität unserer praxisnahen Ausbildung, resümiert Professor Dr. Matthias Ziegenhorn. Der Professor betreute Steffen Wiedemann und Marcus Jänisch während ihrer Masterarbeiten. Besonders freuen wir uns, dass unsere Masterabsolventen keine Probleme haben, den Übergang vom Studium zum Berufsleben zu meistern. Dazu trägt der ständige Kontakt unseres Studienganges zu vielen verschiedenen Unternehmen bei, fasst Professor Dr. Thomas Meißner zusammen.

Ungewöhnlich ging es auf der anschließenden Feier zum Jahresabschluss zu: In der Tradition der vergangenen Jahre hatte die Fachschaft Maschinenbau/ Medizinische Technik auch diesmal eine kniffelige Aufgabe an die Studenten gestellt. Gefordert war die Konstruktion eines Turmes aus Holzstäbchen, Papier und Bindfäden. Das Bauwerk sollte so leicht wie möglich sein und vorgegebene Höhen und Flächenmaße einhalten und auch noch fünf Kilogramm Sand tragen können, berichtet Daniela Schob vom Fachschaftsrat. Eine abenteuerliche Vielfalt von Modellen präsentierten die Studenten auf dem Jahresabschlussfest. Wir haben eine ganze Weile überlegt, wie wir die Anforderungen erfüllen können, erzählen Steve Pötschke, Scott Falk und Sylvio Lachmann, die im 5. Semester Maschinenbau studieren. Das filigrane Bauwerk des Teams bestand den Praxistest vor versammelter Studentenschaft problemlos. Am Ende reichte es für den 1. Platz beim hochschulinternen Wettbewerb. Ihre Konstruktion brachte gerade einmal 27 Gramm auf die Waage. (JW)

Kontakt:
Prof. Dr. Matthias Ziegenhorn
Hochschule Lausitz (FH)
Großenhainer Str. 57
01968 Senftenberg
Postfach 10 15 48
Tel.: 03573 85-431