Prof. Brita Rang und Prof. Horst Stöcker als Vizepräsidenten der Universität Frankfurt bestätigt

29.05.2002 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Große Mehrheit / Erfolgreiches Team tritt zweite Amtszeit an

FRANKFURT. Der Senat der Universität Frankfurt bestätigte heute mit großer Mehrheit die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Brita Rang und den Physiker Prof. Horst Stöcker in ihren Ämtern als Vizepräsidenten; beide sind damit für eine zweite zweijährige Amtszeit gewählt. Prof. Brita Rang erhielt 25 von 36 abgegebenen Stimmen. Für Prof. Horst Stöcker votierten 33 der 36 anwesenden Wahlberechtigten.

Präsident Rudolf Steinberg begrüßte die Wahl: "Damit kann unser erfolgreiches Team seine Arbeit mit Kontinuität fortsetzen. Die vor uns liegenden Aufgaben lassen sich mit einer eingearbeiteten und eingespielten Spitze leichter bewältigen." Das vierköpfige Präsidium - neben den beiden Vizepräsidenten gehören ihm Präsident und Kanzler an - hatte in den vergangenen beiden Jahren eine Reihe von für die Zukunft der Universität richtungweisenden Projekten initiiert und inner- und außeruniversitär engagiert vorangetrieben. Dazu zählt beispielsweise die Erarbeitung des Hochschulentwicklungsplanes I. Mit Inkrafttreten des neuen Hessischen Hochschulgesetzes im vergangenen Jahr hat das Präsidium weitreichende Befugnisse erhalten. Präsident Prof. Rudolf Steinberg wies in seiner Begründung für seine Wahlvorschläge darauf hin, dass die Wahl "ein historischer Akt sei", bei dem erstmals der Präsident das Vorschlagsrecht habe und auch das Wahlverfahren ein anderes als bei früheren Wahlen sei. Beide Kandidaten hatten anschließend kurz die Ziele ihrer Arbeit für die kommende Wahlperiode umrissen.

Brita Rang lehrt und forscht seit Wintersemester 1996/97 als Professorin für Historische Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung historisch-pädagogischer Geschlechterforschung im Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Universität Frankfurt. Sie ist Mitbegründerin und stellvertretende Direktorin des interdisziplinären Cornelia Goethe-Zentrums für Frauenstudien und Fellow des Zentrums
zur Erforschung der Frühen Neuzeit, außerdem ist die Wissenschaftlerin eine der Initiatorinnen des Graduiertenkollegs 'Öffentlichkeiten und Geschlechterverhältnisse'.

Prof. Rang hat in den achtziger und neunziger Jahren umfangreiche Erfahrungen an ausländischen Universitäten gesammelt, insbesondere an verschiedenen niederländischen Universitäten und in Berkeley (USA). In ihrer ersten Amtsperiode war Prof. Brita Rang für die geistes-, kultur-, und sozialwissenschaftlichen Fachbereiche zuständig und gab vor allem der Lehrerausbildung in Frankfurt neue Impulse.

Der 49-jährige Prof. Horst Stöcker lehrt und forscht nach einem USA-Aufenthalt, während dem er Professuren an der Michigan State University und in Berkeley innehatte, seit 1985 als Professor für Theoretische Physik an der Universität Frankfurt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Schwerionen- und Astroteilchenphysik, Kosmische Strahlung, Neutronensterne und Schwarze Löcher sowie die Vielteilchentheorie von Nichtgleichgewichtsprozessen und Phasenübergängen. Er ist Verfasser zahlreicher Lehrbücher für Physik- und Mathematikstudierende und zählt weltweit zu den meist zitierten Forschern seines Faches. Prof. Stöcker trieb in den vergangenen beiden Jahren vor allem die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Campus Riedberg voran. Der Beginn des Neubaus Physik noch in diesem Jahr setzt ein sichtbares Zeichen seiner Arbeit.

Am 21. Juni 2000 hatte der Rechtswissenschaftler Prof. Rudolf Steinberg seine sechsjährige Amtszeit als Präsident der Universität angetreten, am 7. Juli 2000 folgte der Physiker Prof. Horst Stöcker als Vizepräsident; er war am 31. Mai 2000 für die erste Amtszeit gewählt worden. Prof. Brita Rang begann ihre erste Amtszeit als Vizepräsidentin unmittelbar nach ihrer Wahl am 25. Oktober 2000.

Kontakt: Prof. Rudolf Steinberg, Präsident der Universität Frankfurt; Tel.: 069 798-22232