Kompetenzfeld Erneuerbare Energien an der Hochschule Ingolstadt boomt

15.04.2011 - (idw) Hochschule für angewandte Wissenschaften - FH Ingolstadt

Wissenschaftler stellen im Rahmen eines Hochschulforums Aktivitäten vor / Veröffentlichungen: Optimierung von Biogasanlagen und Forschungsstrategie Solarthermie / Förderantrag RegIN+ genehmigt Die erneuerbaren Energien sind in Europa auf dem Vormarsch. Ihr Anteil am Gesamtenergieverbrauch hat sich zwischen 1999 und 2009 nahezu verdoppelt. Erneuerbare Energieträger - sei es nun Sonnen-, Wind-, Wasser- oder Bio-Energie - decken bereits mehr als 10 % des Energieverbrauchs in der Europäischen Union. Das teilte die Europäische Kommission im Rahmen des Starts der Woche für nachhaltige Energie mit.

An der Hochschule Ingolstadt beschäftigt sich das Kompetenzfeld Erneuerbare Energien des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) seit einigen Jahren mit zukunftsweisenden Technologien aus diesem Bereich. Im Rahmen eines Hochschulforums stellten die Wissenschaftler am Donnerstag eine Auswahl der aktuellen Forschungsprojekte vor:

Entwicklung innovativer (Ab-)Wärmenutzungskonzepte in Holzheizkraftwerken
Technisch, wirtschaftlich und ökologisch optimierte Nutzung von Biogas
Lokale / regionale Energiekonzepte
Solare Prozesswärme in der Lebensmittelindustrie
Solare Klimatisierung mit DEC-Systemen
Solares Heizen im Gebäudebestand
Entwicklung eines volumetrischen Solarabsorbers
Konzeptentwicklung solarthermische Flachkollektoren aus Polymerwerkstoffen

Die anwendungsorientierten Forschungsvorhaben werden überwiegend in Zusammenarbeit mit mittelständischen Industriepartnern sowie Forschungseinrichtungen und Hochschulen durchgeführt. Die Vorhaben tragen dazu bei, den Einsatz von erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren in der Industrie aber auch im kommunalen und privaten Umfeld zu forcieren.

Darüber hinaus präsentierten die Wissenschaftler auch die beiden jüngsten Veröffentlichungen, an deren Erstellung das Kompetenzfeld Erneuerbare Energien der Hochschule Ingolstadt maßgeblich beteiligt war:

Handreichung zur Optimierung von Biogasanlagen:
Als Ergebnis eines zweijährigen Forschungsprojekts entstand im Auftrag des Bundesumweltministeriums ein Optimierungsleitfaden, der die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft in für Anlagenbetreiber praktische Hinweise aufbereitet hat. Die Veröffentlichung ist in Kooperation mit der Fachhochschule Münster und dem Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung entstanden.
Die Broschüre steht unter http://www.haw-ingolstadt.de/iaf/kompetenzen/erneuerbare-energien.html zum Download zur Verfügung.

Forschungsstrategie Niedertemperatur Solarthermie 2030:
Mit der Zukunft der Solartechnik hat sich eine Arbeitsgruppe der Deutschen Solarthermie-Technologie Plattform (DSTTP) unter Mitarbeit der Ingolstädter Wissenschaftler befasst und entsprechende Forschungsstrategien erarbeitet. Die Experten aus Wissenschaft und Industrie haben in diesem Strategiepapier für das Bundesumweltministerium Visionen und Ziele bis zum Jahr 2030 formuliert.
Die Broschüre steht unter www.solarthermietechnologie.de zum Download zur Verfügung.

Ganz aktuell gab es an diesem Tag noch eine positive Nachricht: Das Förderprojekt RegIN+ - Regionales Energienetzwerk Region Ingolstadt ist mit einem Volumen von knapp 750.000 Euro vom Bayerischen Arbeitsministerium genehmigt worden. Im Rahmen des Projekts wird ein regionales Netzwerk für die beiden technologisch-inhaltlichen Schwerpunkte Landwirtschaftliche Bioenergietechnik und Regenerative Gebäudeenergietechnik entwickelt. Neben der regionalen Stärkung der Cluster-Aktivitäten des Freistaat Bayern sind die Hauptziele der Netzwerkarbeit dabei der zeitnahe Wissenstransfer zu den relevanten, mittelständisch geprägten Branchen sowie die verbesserte Vernetzung der Stufen der jeweiligen Wertschöpfungskette untereinander. Es handelt sich dabei um eins von nur acht ausgesuchten Modellprojekten im Rahmen der Initiative Arbeit.innovativ, die durch den Europäischen Sozialfonds gefördert wird.