Keine sammelt schneller

01.06.2011 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die Goethe-Universität wirbt im Rahmen des Deutschlandstipendiums binnen sechs Monaten 161 Stipendien für Studierende ein/Schavan: "Ansporn für andere Universitäten" Die Goethe-Universität hat binnen eines halben Jahres insgesamt 161 Stipendien von Bürgern, Stiftungen, Alumni und Unternehmen eingeworben. Im Rahmen des Deutschlandstipendiums hat sie damit die maximal mögliche Förderung ausgeschöpft und bereits begonnen, für die Folgejahre Stipendien zu akquirieren: So liegen für 2012 schon feste Zusagen für die Hälfte der möglichen Stipendien vor. Auch darüber hinaus gibt es schon feste Zusagen: Mit diesem auch bundesweit bemerkenswerten Etappensieg steht das Programm aber erst am Anfang, betonte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl. Das Deutschlandstipendium sei eine dauerhafte Aufgabe. Ich möchte daher alle Förderer bitten, in ihrem Engagement nicht nachzulassen, sondern dieses womöglich sogar noch zu steigern. Da jedes Stipendium mit Mitteln des Bundes verdoppelt wird, stehen damit allein für 2011 fast 600.000 Euro an zusätzlichen Mitteln für die Förderung von Studierenden zur Verfügung.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, beglückwünschte die Goethe-Universität zu diesem schnellen Erfolg. Ihr Beispiel zeigt, dass sich die Stiftungskultur in Deutschland entwickelt. Das Deutschlandstipendium findet die nötige Unterstützung bei den Bürgerinnen und Bürgern und bei den Unternehmen, wenn sich die Hochschulen darum bemühen. Für andere Universitäten kann dieser Erfolg ein Ansporn sein.

Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, hob hervor: Es ist eine wirklich bemerkenswerte und auch für die anderen hessischen Hochschulen ermutigende Leistung der Universität Frankfurt, alle auf sie entfallenden Stipendien vergeben zu können. Das in den vergangenen Jahren dort aufgebaute Fundraising erweist sich damit auch als ein echter Service für die Studierenden.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl dankte am Mittwoch in Frankfurt den insgesamt 120 Förderern, die diesen Erfolg möglich gemacht haben: Die Universität kann sich auf ihre Freunde sowie die Bürger und Unternehmen Frankfurts verlassen! Ihm sei keine andere deutsche Universität bekannt, der es gelungen sei, binnen sechs Monaten im Einwerben von Stipendien eine solch große Dynamik zu entfalten und dabei einen nahezu komplett neuen Spenderkreis zu erschließen. Dafür gibt uns unser Modell der Stiftungsuniversität die nötige Grundlage, sagte der Präsident. Ein wichtiges Ziel des Programms sei es, talentierte Studierende an die Goethe-Universität zu locken. Mit einer monatlichen Förderung von 300 Euro könne beispielsweise die Miete eines Zimmers auch im ansonsten teuren Frankfurt komplett abgedeckt werden.

Für das Ehepaar Giersch, dessen frühe und großzügige Förderzusage einen entscheidenden Impuls für den Erfolg des gesamten Programmes gegeben hatte, sagte Ehrensenatorin Karin Giersch: Mein Mann und ich engagieren uns mit Freude für den studentischen Nachwuchs der Goethe-Universität. Wir wollen gemeinsam etwas tun, um die besten Köpfe von Morgen nach Frankfurt zu bringen und dort zu halten. Das Stipendienprogramm der Goethe-Universität bietet dafür die besten Voraussetzungen. Wir wollen uns weiterhin dafür einsetzen und möglichst viele Frankfurter motivieren, dies ebenfalls zu tun.

Einer der wichtigsten Förderer der Goethe-Universität ist die Johanna Quandt Universitäts-Stiftung. Die Stiftung beteiligt sich am Stipendienprogramm der Goethe-Universität mit insgesamt 350.000 Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Der Vorstand der Johanna Quandt Universitäts-Stiftung, Dr. Jörg Appelhans, sagte anlässlich des Mediengesprächs im historischen Eisenhower-Raum: Wir wollen begabte und verantwortungsvolle junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft bei ihrem Studium unterstützen." Das Stipendium stelle sicher, dass Studierende ihren Lebensunterhalt nicht mit zeitraubenden Nebenjobs bestreiten müssten und so mehr aus ihrem Studium machen könnten.

Renate von Metzler, der Goethe-Universität seit vielen Jahren als Ehrensenatorin und im Vorstand der Freunde intensiv verbunden, hat einen Teil der Spenden zu ihrem 70. Geburtstag für Stipendien zur Verfügung gestellt: Ich freue mich, dass die Geburtstagsgäste sich großzügig gezeigt haben und daraus nun 10 Stipendien für die Goethe-Universität gespendet werden.

Mit Baker & McKenzie engagiert sich auch ein international renommiertes Unternehmen für das Stipendienprogramm: Axel Hamm, in der Geschäftsführung des Unternehmens für Personal zuständig sowie Alumnus der Goethe-Universität, sagte anlässlich des Mediengesprächs: Talentierte Nachwuchsjuristen zu fördern, hat bei uns Tradition. Mit diesen Stipendien verstärken wir unser Engagement an der Goethe-Universität, mit der unsere Kanzlei seit vielen Jahren eng verbunden ist. So verleihen wir seit 1988 den Baker & McKenzie-Preis für herausragende wirtschaftsrechtliche Dissertationen oder Habilitationen, die an dieser Hochschule entstanden sind. Viele unserer Anwälte sind Lehrbeauftragte dieser Universität. Das Goethe-Stipendienprogramm bietet eine hervorragende Möglichkeit, um exzellenten juristischen Nachwuchs während des Studiums fördernd zu begleiten.

Die Förderung pro Stipendium beträgt 300 Euro pro Monat für einen Zeitraum von einem Jahr. Sie ist unabhängig vom sonstigen Einkommen der Studierenden und ihrer Eltern. Die eine Hälfte übernehmen private Förderer, Stiftungen und Unternehmen, die andere Hälfte übernimmt der Bund. Pro Stipendium stehen somit maximal 3600 Euro zur Verfügung.

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn drittmittelstärksten und größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Parallel dazu erhält die Universität auch baulich ein neues Gesicht. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht ein neuer Campus, der ästhetische und funktionale Maßstäbe setzt. Die Science City auf dem Riedberg vereint die naturwissenschaftlichen Fachbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Max-Planck-Instituten. Mit über 55 Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität laut Stifterverband eine Führungsrolle ein.

Herausgeber Der Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Redaktion Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter Marketing und Kommunikation, Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt am Main, Tel: (069) 798-23935, Fax: (069) 798-28530, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de Weitere Informationen: http://www.uni-frankfurt.de/org/ltg/admin/FR/Goethe-Stipendium/index.html