Verdienstorden für Kieler Professoren Kurt Hübner und Hermann Kulke

23.08.2011 - (idw) Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Die Kieler Professoren Kurt Karl Rudolf Hübner und Hermann Kulke sind mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen überreichte den beiden Wissenschaftlern von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die Auszeichnung am Dienstag, 23. August. Sie gehören zu den besonderen Leistungsträgern in unserem Land. Seit vielen Jahren haben Sie sich insbesondere um die Wissenschaft in Schleswig-Holstein, in Deutschland und darüber hinaus verdient gemacht, sagte Carstensen bei der Feierstunde. Beide Wissenschaftler hätten aus ihrem beruflichen Umfeld heraus ein überragendes Engagement entfaltet. Sie haben sich weit über Ihre geschäftlichen Aufgaben und Verpflichtungen eingesetzt und sich in Ihrem Bereich der Wissenschaft ganz herausragend engagiert. Ihre Leistungen strahlen weit über Schleswig-Holstein und auch über Deutschlands Grenzen hinaus, würdigte der Ministerpräsident die Verdienstkreuzträger.

Professor Gerhard Fouquet, Präsident der CAU, bezeichnete Hübner und Kulke als bedeutende Persönlichkeiten, die die Universität Kiel zu neuen wissenschaftlichen Höhen geführt hätten: Professor Hübner hat uns auf Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis aufmerksam gemacht; Professor Kulke gezeigt, dass der Blick von außen auf eine fremde Kultur ihr Werden entschlüsseln helfen kann. Die CAU gratuliert deshalb herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung.

Der Philosoph Kurt Karl Rudolf Hübner (Jahrgang 1921) gilt als Hauptvertreter des wissenschaftstheoretischen Historismus. Von 1960 bis 1971 war er Professor an der Technischen Universität Berlin und an der Freien Universität Berlin, danach bis zu seiner Emeritierung 1988 in Kiel. Hübners in viele Sprachen übersetzte Bücher kreisen um die Grenzen der wissenschaftlichen Vernunft, der in Religion, Mythos und Kunst gleichwertige Erkenntniswelten gegenüber treten würden. Er zeigte damit auf, dass wissenschaftliches Arbeiten nicht voraussetzungslos möglich sei. Vielmehr beruhe es vielfach auf Annahmen, die selbst keiner wissenschaftlichen Prüfung unterworfen werden können.

Hermann Kulke (Jahrgang 1938) studierte Indologie, Asiatische Geschichte und Politikwissenschaften in Freiburg und Madras, Indien. Von 1967 bis 1988 war er am Südasien-Institut der Universität Heidelberg tätig und habilitierte sich dort 1975. Von 1988 bis 2003 hatte er den Lehrstuhl für Asiatische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Kiel inne. Durch zahlreiche Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren in Asien wurde Kulke zu einem international anerkannten Fachmann für altindische Geschichte. 2006 erhielt er die Gold Medal der Asiatic Society in Kalkutta, 2010 den indischen Verdienstorden Padma Shri.

Fotos stehen nach der Veranstaltung zur Verfügung.

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