Weltoffen und attraktiv - HRK-Audit soll Internationalisierung der Universität Potsdam vorantreiben

21.10.2011 - (idw) Universität Potsdam

Die Universität Potsdam verstärkt ihre Anstrengungen auf dem Gebiet der Internationalisierung. Ihr Ziel ist es, sich weltweit noch besser zu vernetzen und den Austausch mit wissenschaftlichen Einrichtungen im Ausland zu intensivieren. Einen wesentlichen Beitrag dazu soll das von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) angebotene Audit Internationalisierung der Hochschulen leisten. Die Universität beteiligt sich seit Anfang Oktober an dem Verfahren. Kurz zuvor hatte sie den Zuschlag von der HRK erhalten. Bei ihren Bestrebungen nach mehr Internationalisierung kann die Universität Potsdam auf einem soliden Fundament aufbauen: Erst vor wenigen Wochen hat sie ein internationales Erasmus-Mundus-Doktorandenprogramm eingeworben. Mehrere Studiengänge werden in Englisch, Russisch und Französisch durchgeführt. Es sind Doppelabschlüsse in verschiedenen Ländern möglich. Und seit Jahren schon bewegt sich die Hochschule in der Spitzengruppe beim Erasmus-Dozentenaustausch.

Mit dem Audit durchläuft die Alma Mater nun einen Prozess, der die strategische Ausrichtung der Internationalisierung gezielt unterstützt. Im Verfahren erfolgt eine unabhängige und systematische Beratung durch Experten der Hochschulrektorenkonferenz, die passgenau auf die Einrichtung zugeschnitten ist. Dabei werden Stärken und Schwächen im Hinblick auf internationale Anteile in Lehre und Forschung analysiert und Strategien entwickelt, um die Situation zu verbessern oder in gut aufgestellten Bereichen die Qualität zu sichern.

Eine an der Universität gegründete Projektgruppe erstellt einen umfassenden Selbstbericht, der unter anderem Angaben darüber enthält, wie viele ausländische Studierende pro Jahr in einzelnen Fächern ausgebildet werden, ob wichtige Formulare für Gastwissenschaftler auch in englischer Sprache vorliegen und auf welche Ziele die Universität hinsichtlich ihrer internationalen Ausrichtung zusteuert. Der Projektgruppe gehören neben der Vizepräsidentin für internationale Angelegenheiten und Strategieentwicklung, Prof. Dr. Ria De Bleser, auch Vertreter der Universitätsverwaltung, des Zentrums für Sprachen und Schlüsselkompetenzen, der Lehre, der Forschung und der Studierendenschaft an.

Der Selbstbericht und ein mehrtägiger Workshop im kommenden Frühjahr bilden die Grundlage für die Einschätzung durch die Auditoren der HRK. In einem Empfehlungsschreiben werden die Experten Verbesserungsvorschläge und weitere Anregungen für geeignete Initiativen zur Stärkung der Internationalisierung unterbreiten.

Die Universität Potsdam hofft, durch eine stärkere Internationalisierung ihre Attraktivität für potentielle Studienbewerber und Forscher weltweit weiter erhöhen zu können. Derzeit liegt die Einrichtung bei der Anzahl ihrer ausländischen Studierenden im bundesweiten Schnitt von etwa zehn Prozent der Studierendenschaft pro Hochschule. Die Universität Potsdam möchte diesen Anteil erhöhen. Gleiches gilt für die Zahl derjenigen Studierenden, die für ein Praktikum oder ein Teilzeitstudium ins Ausland gehen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst empfiehlt den Hochschulen, in Zukunft bis zu 40 Prozent ihrer Studierenden für den Schritt über die eigene Ländergrenze zu interessieren.

Hinweis an die Redaktionen:

Kontakt: Marita Böhning, Akademisches Auslandsamt, Tel.: 0331/977-4190, E-Mail: marita.boehning@uni-potsdam.de; Frauke Stobbe, E-Mail: fstobbe@uni-potsdam.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });