Zahnimplantate eine Standortbestimmung // Kongress mit rund 2300 Teilnehmern in Dresden

21.11.2011 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e. V.

Rund 2300 Teilnehmer werden zum 25. Jubiläumskongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie kommen, der vom 24.-26. November 2011 in Dresden stattfindet. Renommierte Experten beleuchten auf dieser Tagung etablierte Verfahren ebenso kritisch wie die neuesten Trends. Gesellschaft erarbeitet Empfehlungen für die Implantologie. Geht es um Zahnersatz, sind Zahnimplantate in der Zahnheilkunde inzwischen fest etabliert. Sie erhalten die Kaufähigkeit und Lebensqualität. Experten der Deutschen Gesellschaft für Implantologie trugen unlängst im Bundesgesundheitsblatt die Ergebnisse von Studien zusammen, in denen die Lebensdauer der künstlichen Zahnwurzeln untersucht worden waren. Resultat: Die derzeitige Überlebensrate von Implantaten nach einer fünfjährigen Belastungsphase liegt grundsätzlich über 90 Prozent, schreiben die Professoren Frank Schwarz, von der Universität Düsseldorf und Hendrik Terheyden, vom Roten Kreuz-Krankenhaus Kassel.

Wird bei einem zahnlosen Kiefer der Zahnersatz auf Implantaten verankert, liegen die Überlebensraten zwischen 94 und 100 Prozent nach zehn Jahren. Wird ein einzelner Zahn durch eine implantatgetragene Krone ersetzt, beträgt die Verlustrate nach fünf Jahren gerade einmal 2,5 Prozent, d.h. von 200 Implantaten gehen in diesem Zeitraum fünf verloren. Bei implantatgetragenen Brücken liegt die Erfolgsrate bei 95,4 Prozent.

60 Jahre nach den grundlegenden Forschungsarbeiten läuft der Innovationsmotor in der Implantologie auf Hochtouren, drängen neue Methoden und Materialien in die Kliniken und Praxen. Dies nimmt die DGI zum Anlass, bei ihrem 25. Jubiläums-Kongress in insgesamt 136 Präsentationen das Erreichte auf den Prüfstand zu stellen und auch den Stellenwert neuer Verfahren zu diskutieren. »So manche sicher geglaubten Gesetze der Implantologie erscheinen heute durch neue Verfahren in anderem Licht und vieles, was heute anderswo erneut erfunden wird, wurde bereits in den achtziger Jahren in Deutschland publiziert, erklärt DGI- und Kongresspräsident Professor Terheyden.

EMPFEHLUNGEN FÜR DIE IMPLANTOLOGIE.

Darum setzt die DGI ihre im vergangenen Jahr begonnene Leitlinienarbeit fort. In den nächsten Wochen wird die Gesellschaft vier Empfehlungen zu wichtigen implantologischen Fragestellungen veröffentlichen, die bei einer wissenschaftlichen Konsensuskonferenz in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und der Arbeitsgemeinschaft der Medizinisch-Wissenschaflichen Fachgesellschaften (AWMF) sowie 15 Fachgesellschaften und Verbänden erarbeitet wurden und nun zu Leitlinien weiterentwickelt werden.

PRESSEGESPRÄCH: UPDATE IMPLANTOLOGIE 2011
Freitag, 25. November 2011 · 12.15 bis 13.30 Uhr
Seminarraum S2 · Congress Center Dresden · Ostra-Ufer 2 · 01067 Dresden

Implantologie 2011: Was ist neu, was ist wichtig?
Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. · DGI
Klinik für MKG-Chirurgie · Rotes Kreuz Krankenhaus gGmbH Kassel

Implantologie 1951 2011: Auf den Schultern von Giganten
Prof. Dr. German Gómez- Román
Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. · DGI
Zentrum für ZMK-Heilkunde · Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik ·
Universität Tübingen
und
Prof. Dr. Dr. Peter Tetsch
Praxis Dres. Tetsch & Kollegen, Münster

DGI startet Verträglichkeitsstudie
Dr. Gerhard Iglhaut · Memmingen
Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. · DGI

AB 13:00 UHR · IM FOKUS: EINZELPRÄSENTATIONEN VOM KONGRESS

Nutzen und Risiken von Implantaten im Alter
Prof. Dr. Frauke Müller
Abteilung für Gerodontologie und Prothetik · Universität Genf

Durchmesserreduzierte Implantate Chancen und Grenzen
Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas
Klinik f. MKG-Chirurgie · Universität Mainz

Implantate in der Rehabilitation von Tumoren der Mundhöhle
Priv.-Doz. Dr. Eva Engel
Zentrum für ZMK-Heilkunde · Poliklinik für Kieferorthopädie · Universität Tübingen

Ein PDF des endgültigen Kongressprogramms kann bei der Pressestelle angefordert werden.

Medienvertreter können sich bereits vorab bei der Pressestelle akkreditieren.

Vor Ort befindet sich die Pressestelle im Konferenzraum 8, Konferenzebene.

PRESSEKONTAKT DGI-Pressestelle
Dipl. Biol. Barbara Ritzert
ProScience Communications GmbH
Andechser Weg 17
82343 Pöcking
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