Die Chemie stimmt: Richtfest für einen Neubau auf dem Marburger Campus Lahnberge

17.02.2012 - (idw) Philipps-Universität Marburg

Ein gutes Jahr nach dem ersten Spatenstich ist auf dem Campus auf den Lahnbergen heute das Richtfest für den Neubau eines Institutsgebäudes des Fachbereichs Chemie der Philipps-Universität Marburg gefeiert worden. Der Neubau wird im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA realisiert. Dieses sieht für den Universitätsstandort Marburg Investitionen von insgesamt rund 440 Mio. Euro vor. Allein für den Neubau der Chemie investiert das Land Hessen rund 114 Mio. Euro für fast 17.000 Quadratmeter Nutzfläche. Weitere 3,8 Mio. Euro stehen für den Neubau eines Parkhauses zur Verfügung. "Der Neubau der Chemie ist eine Investition, mit der wir verdeutlichen, dass die Landesregierung auch in finanziell schwierigen Zeiten zu ihrem Wort steht, Hessen zum modernsten Hochschulstandort in Deutschland auszubauen, sagte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Die Neubaumaßnahme in Marburg konnte dank einer Anschubfinanzierung aus dem hessischen Sonderinvestitionsprogramm zeitnah begonnen werden. Damit gelingt die vordringlichste aller Baumaßnahmen. Über die HEUREKA-Investitionen hinaus habe die Philipps-Universität rund 33,9 Mio. Euro zusätzlich aus dem Konjunkturpaket II des Bundes erhalten, die insbesondere für die energetische Ertüchtigung des Gebäudebestands verwendet worden seien.

Der Neubau der Chemie ist ein Meilenstein für die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Campus auf den Lahnbergen: Er ist für die Philipps-Universität Marburg das erste größere Projekt, das im Rahmen des Hochschulinvestitionsprogramms HEUREKA umgesetzt wird, hob Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann hervor. Hier entstehen modernste Lehr- und Forschungsflächen und damit eine erste Adresse für 22 Professoren und über 700 Studierende. Dass gleichzeitig in der Nachbarschaft das Zentrum für Tumor- und Immunbiologie für weitere gut 43 Millionen Euro entsteht und darüber hinaus die Planungen für den Neubau der Zentralbibliothek für mehr als 108 Millionen Euro auf dem Campus Firmanei in der Innenstadt auf Hochtouren laufen, verdeutlicht eindrucksvoll den hohen Stellenwert, den Wissenschaft, Forschung und Lehre in Mittelhessen für die Landesregierung haben.

HEUREKA sieht bis 2020 Investitionen von insgesamt drei Milliarden Euro für die hessischen Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen vor. Durch das Sonderinvestitionsprogramm des Landes und das vom Land mitfinanzierte Konjunkturprogramm II des Bundes, stehen den Hochschulen bis einschließlich 2012 insgesamt 540,8 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden die Mittel des Hochschulbauprogramms HEUREKA in Höhe von 250 Millionen Euro pro Jahr verstärkt, sodass in diesem Jahr über 315 Millionen Euro zur baulichen Entwicklung der Hochschulen zur Verfügung stehen.

Die Präsidentin der Philipps-Universität Katharina Krause zeigte sich beeindruckt von der effizienten Planung und Durchführung der Baumaßnahme: Mein besonderer Dank gilt allen am Bau Beteiligten, die durch ihren Einsatz und ihre Fachkompetenz maßgeblich dazu beigetragen haben, dass wir bei diesem wichtigen Bauprojekt sowohl den vorgesehenen Zeit- als auch Kostenrahmen einhalten können. Die bisherigen Institutsgebäude auf den Lahnbergen sind nach über 40 Jahren Nutzungszeit an ihre Grenzen gestoßen. Sowohl der technische und energetische Standard als auch die Nutzungsflexibilität entsprechen bei weitem nicht mehr den heutigen Anforderungen. Um die Grundlage einer geordneten langfristigen Entwicklung für die Lahnberge zu schaffen, war 2009 gemeinsam von der Philipps-Universität, dem Hessischen Baumanagement sowie der Stadt Marburg der Masterplan Lahnberge erarbeitet worden.

Das neue Gebäude ist für die Zukunft der Chemie in Marburg eine sehr wichtige Investition, erklärte die Dekanin des Fachbereichs Chemie, Professorin Dr. Stefanie Dehnen. Für diese Entscheidung zugunsten unseres Fachbereichs bin ich der Universitätsleitung und dem Land Hessen außerordentlich dankbar. Mit dem Neubau kommen sich die verschiedenen Fachgebiete des Fachbereichs Chemie räumlich näher, so dass auch Forschung und Lehre künftig noch enger verzahnt werden, erklärte Dehnen weiter. Dies wird sowohl für die Außenwahrnehmung des Fachbereichs als auch bei Berufungen und Bleibeverhandlungen eine wichtige Rolle spielen. Für den Neubau der Chemie sind derzeit bereits Bauaufträge in Höhe von ca. 98 Mio. Euro (inkl. Nebenkosten) vergeben worden, das entspricht 85,71 Prozent des Budgets. Der aktuelle Zahlungsstand beträgt ca. 25 Mio. Euro (21,46 Prozent). Die Rohbauarbeiten wurden vier Wochen vor der Frist zum Vertragstermin fertig gestellt. Die Übergabe ist im Mai 2014 geplant. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2012a/0217richtfestchemie