Türme für Erfurt 2012: Fast 270-fache Last ausgehalten

19.03.2012 - (idw) Fachhochschule Erfurt

Zum zweiten Mal gab es an der FH Erfurt den Wettbewerb um einen Turmbau, bei dem Schüler sich für die Ingenieurskunst begeistern. Das Siegermodell aus Pappe und Papier wog nicht einmal 400 Gramm und hielt einer Last von über 100 kg stand. Die Sieger im Wettbewerb Türme für Erfurt kommen 2012 aus der Salzmannschule Schnepfenthal. Robert Kunzmann, Pablo Sichert, Julius Hansen, Franz Heutzenröder, Toni Emmrich und Ludolf Hanz hatten unter Betreuung von Frau Haag den Turm mit dem besten Verhältnis zwischen Traglast und Eigengewicht gebaut.
Am 16. März fand der zweite Wettbewerb Türme für Erfurt sein Ende. Elf Teams von Schülern der Klassen 10-12 und Lehrlingen aus ganz Thüringen hatten ihre Dokumentationen zum Bau vorgelegt und die Turmkonstruktionen zum Belastungstest bereitgestellt. Sie kamen vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt, vom Hennebergischen Gymnasium Georg Ernst Schleusingen, vom Holzlandgymnasium Hermsdorf, vom SBSZ Jena (2 Teams), vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium Lengenfeld unterm Stein (3 Teams), von der Rudolf-Diesel-Schule Erfurt, von der Salzmannschule Schnepfenthal und vom Lerchenberggymnasium Altenburg. Ohne Wertung hatte sich auch ein Team der studentischen Fachschaft der Erfurter Bauingenieure beteiligt.
Die Schüler der Salzmannschule Schnepfenthal hatten sich unter Betreuung von Frau Haag gegen zehn weitere Teams durchsetzen können. Das Siegermodell brachte nur 389 Gramm auf die Waage und hielt in einer eigens konstruierten Abdrückmaschine einer Belastung von 104,6 kg stand. Als Siegerpreis übergab IK-Vizepräsident Dr. Hans-Reinhard Hunger ein Preisgeld von 250 Euro. Für die Zweitplatzierten, den Titelverteidiger von 2011, das Käthe-Kollwitz-Gymnasium Lengenfeld unterm Stein, gab es 150 Euro (zudem bewältigte der knapp 2 kg schwere Turm des Teams die höchste Wertungslast mit 345,19 kg). Der dritte Platz des Holzlandgymnasiums Hermsdorf wurde mit 100 Euro gewürdigt.
Den Sonderpreis des Verbandes Beratender Ingenieure Landesverband Thüringen in Höhe von 250 teilten sich das SBSZ Jena sowie ein weiteres Team des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Lengenfeld unterm Stein. Blumen und Urkunden bekamen alle betreuenden Lehrer, die sich über ihre Lehrtätigkeit hinaus für den Wettbewerb engagiert hatten.
Alle Teams hatten mit einer Turmbox das gleiche Material zur Verfügung gestellt bekommen. Die gebauten Türme wurden nach verschiedenen Kriterien bewertet. Bewertet wurde von den Bewerbern gegenseitig die Kreativität und Qualität (je 10%). Eine Jury bewertete die Dokumentation (10%). Wichtigstes Kriterium war das Verhältnis von Traglast zu Eigengewicht der Konstruktionen (70%). Für den Belastungstest hatte die Werkstatt für wissenschaftlichen Gerätebau der FH eigens eine Messvorrichtung gebaut und für vorhandene Technik eine spezielle Konstruktion umgesetzt. Zur Jury gehörten die Professoren Antje Simon, Jürgen Fischer und Jürgen Kaleta, die Laboringenieurin Simone Franke und die Studierenden Anna-Maria Schröder und Erik Volkholz (alle FHE) sowie IK-Vizepräsident Dr. Hans-Reinhard Hunger.
Der außer Konkurrenz gebaute Turm der Studenten wog 2,771 kg und hielt mit 363,11 kg der größten Last des Tages stand. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });