Vorträge zu Don Quijote, Leben nach dem Tod? und Olympische Spiele gestern und heute

24.04.2012 - (idw) Universität des Saarlandes

Klassiker-Neu-Lektüren und Olympische Spiele noch zeitgemäß? so die Titel zweier Vortragsreihen, mit denen sich die Saar-Universität im Sommersemester an die interessierte Öffentlichkeit wendet. Hier die Termine der nächsten Woche.
Außerdem noch ein Hinweis auf einen Vortrag der Fachrichtung Evangelische Theologie zum Thema Volles Grab, leerer Glaube? - Neutestamentliche Ostererzählungen. Wie sich Meilensteine der Weltliteratur aus heutiger Sicht darstellen, beleuchten Wissenschaftler bei der literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung Klassiker-Neu-Lektüren:
Montag, 30. April, 19.00 Uhr im Saarbrücker Rathausfestsaal
Prof. Dr. Hans-Jörg Neuschäfer: Cervantes Don Quijote

Am 23. April, dem Todestag von Cervantes, wird der Don Quijote in Spanien öffentlich vorgelesen. Nicht von Profis, sondern von allen, die Lust dazu haben. Ein schönes Beispiel für die Lebendigkeit eines Textes, der, wegen seiner Vieldeutigkeit, jede Zeit von neuem fasziniert. Für die spanischen Leser des 17.Jahrhunderts war Don Quijote wegen seiner Anmaßung nur eine lachhafte Figur; für die deutschen Romantiker wurde er im Gegenteil zum tragischen Helden, dessen Idealismus am Banausentum seiner Mitbürger scheitert. Das war zwar ein Missverständnis, aber ein fruchtbares. Für den Leser des 21.Jahrhunderts erschließt sich der Text am besten, wenn man die historischen Umstände bedenkt, unter denen er entstanden ist: den Epochenumbruch, in dem plötzlich nicht mehr galt, was lange die Norm war; und den Niedergang eines Weltreichs, der dazu zwang, sich auf neue Werte zu besinnen eine Konstellation, die uns, wenn auch unter ganz anderen Vorzeichen, nicht fremd ist. Vor allem aber bezaubert die gelassene Heiterkeit, mit der Cervantes die Widersprüche der menschlichen Natur ausbalanciert.
Prof. Dr. Hans-Jörg Neuschäfer ist emeritierter Professor für Romanische Philologie und Literaturwissenschaft an der Saar-Universität.

Prof. Dr. Ralf Bogner und Dr. Manfred Leber veranstalten die Reihe in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Saarbrücken und dem Optionalbereich der Philosophischen Fakultäten. Der Vortrag dauert etwa eine Stunde.

Weitere Infos unter: http://www.uni-saarland.de/rv-literatur
Kontakt: Dr. Manfred Leber, Tel.: 06897-72 86 40 ; E-Mail: m.leber@mx.uni-saarland.de

Zu einem Vortrag zum Thema Leben nach dem Tod? lädt die Fachrichtung Evangelische Theologie der Universität des Saarlandes am Mittwoch, 2. Mai, um 19.00 Uhr in den Rathausfestsaal nach Saarbrücken ein. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen:
Mittwoch, 02. Mai, 19.00 Uhr im Rathausfestsaal in Saarbrücken:
Prof. Dr. Wolfgang Kraus: Volles Grab, leerer Glaube? - Neutestamentliche Ostererzählungen
Professor Wolfgang Kraus von der Saar-Uni referiert über "Volles Grab, leerer Glaube? - Neutestamentliche Ostererzählungen." Dabei erklärt er unter anderem, was wäre, wenn Jesu Grab entgegen der biblischen Überlieferung gar nicht leer gewesen wäre und was der "Osterglaube" bedeutet.
Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Forum Saar und der Landeshauptstadt Saarbrücken statt.
Kontakt: Natalie Bruant, FR 3.2 - Evangelische Theologie
Tel.: 0681 302-4376; E-Mail: n.bruant@mx.uni-saarland.de

Olympische Spiele noch zeitgemäß? Werte, Ziele, Wirklichkeit in multidisziplinärer Betrachtung so der Titel der Ringvorlesung des Sportwissenschaftlichen Instituts, bei der Experten aus dem gesamten Bundesgebiet als Referenten nach Saarbrücken kommen (immer donnerstags im Hörsaal der Hermann-Neuberger-Sportschule, Tagungsraum 46):
Donnerstag, 3. Mai, 16 bis 18 Uhr, Hörsaal der Hermann-Neuberger-Sportschule (Tagungsraum 46):
Prof. Dr. Ingomar Weiler, Graz: Von der Gegenwart der Antike Olympische Spiele gestern und heute

Ist der Kauf und Verkauf von Sportlern - wie beim Fußball - moderne Sklaverei? Wie gegenwärtig sind antike Verhältnisse im Spitzensport? Welche Lehren können heute aus der antiken Sportgeschichte gezogen werden? In seinem Saarbrücker Vortrag zieht Prof. Ingomar Weiler Parallelen zwischen antikem und gegenwärtigem Spitzensport und zeigt anhand der antiken Athletik moderne (Fehl-)Entwicklungen auf.
Der Grazer Althistoriker zählt zu den weltweit renommiertesten Forschern auf dem Gebiet der antiken Olympischen Spiele und der griechischen Athletik.

Link zum Programm der Ringvorlesung:
http://www.swi-uni-saarland.de/files/file/Ringvorlesung%20SS2012.pdf

Kontakt: Professor Dr. Eike Emrich, Sportwissenschaftliches Institut
Telefon: 0681 302-4170; E-Mail: e.emrich@mx.uni-saarland.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });