TU Berlin: Metaphern der Gewalt vor und nach 9/11

07.05.2012 - (idw) Technische Universität Berlin

Metaphern der Gewalt vor und nach 9/11 Bilder von Terrorismus in den Medien
Interdisziplinärer Workshop am 29. Juni 2012 Der internationale islamistische Terrorismus ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA und diverser Folgeanschläge weltweit bis heute eines der brisantesten und kontrovers diskutierten Themen, das die massenmediale Berichterstattung immer wieder beherrscht.

In dem Workshop Metaphern der Gewalt vor und nach 9/11 Konzeptualisierungen von Terrorismus in den Medien wird diese Form des Terrorismus intensiv erörtert, wobei Denk- und Erklärungsmuster angeboten, Werteorientierungen diskutiert und Gefühlsreaktionen intendiert werden. Wir möchten Sie dazu herzlich einladen.

Zeit: am Freitag, dem 29. Juni 2012, 8.3017.00 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H 2036

Anmeldung bitte bis zum 15. Mai 2012 unter:
http://www.linguistik.tu-berlin.de/menue/workshop_2012/anmeldung/

Der Workshop des Fachgebietes Allgemeine Linguistik unter Leitung von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel hat zum Ziel, die Ergebnisse der Linguistik zur Terrorismus-Thematisierung im öffentlichen Diskurs mit den aktuellen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen der Terrorismus-Forschung in ein produktives Verhältnis zu setzen und geschichtliche Entwicklungsaspekte terroristischer Gewalt zu erhellen.

Im thematischen Zusammenhang sind unter anderem folgende Fragen relevant: Wie hat sich das Konzept von (terroristischer) Gewalt geschichtlich verändert? Wie wurde und wird Terrorismus im massenmedialen Diskurs dargestellt, etwa mittels Metaphern? Welche Bilder werden wie vermittelt? Entspricht die Darstellung (in den Massenmedien) den Erkenntnissen der Terrorismusforschung? Welche Erkenntnisse der Terrorismus-forschung finden wie Eingang in den Diskurs, welche werden ignoriert und/oder konterkariert? Welche inhaltlichen und emotionalen Tendenzen kennzeichnen die Berichterstattung: Wird die Terrorgefahr eher relativiert und bagatellisiert oder eher intensiviert und dämonisiert? Wie ist die Darstellung, auch in ihrer Entwicklung der letzten zehn Jahre, aus Sicht von Linguistik und Terrorismus-Forschung zu bewerten? Wo besteht weiterer Forschungsbedarf?

Der wissenschaftliche Austausch zu diesen und verwandten Fragen ist von großer gesellschaftspolitischer Relevanz, weil die in der Gesellschaft wirksamen Vorstellungen von Terrorismus sowie die daraus ableitbaren politischen Reaktionen im massenmedialen Diskurs verhandelt und geprägt werden.

Der Workshop ist interdisziplinär konzipiert, damit ein inspirierender Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Linguistik, Psychologie, Politik-, Kommunikations- und Medienwissenschaft entsteht.

Referentinnen und Referenten: Prof. Dr. Andreas Musolff (University of East Anglia), Prof. Dr. Heidrun Kämper (IDS Mannheim), Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Michael Nagel (Institut Deutsche Presseforschung, Universität Bremen), Prof. Dr. Wolfgang Frindte (Universität Jena), Dr. Alexander Spencer (Universität München), Dr. Susanne Kirchhoff (Universität Salzburg), Dr. Martin Steinseifer (Universität Gießen)

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, Institut für Sprache und Kommunikation der TU Berlin, Fachgebiet Allgemeine Linguistik, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Tel.: 030/ 314-23219, Fax: 030/314-27638, E-Mail: monika.schwarz-friesel@tu-berlin.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });