TUB-Ausstellung: Von der Alchemie zum Computermodell

03.08.2012 - (idw) Technische Universität Berlin

Von der Alchemie zum Computermodell
Mobile Chemie-Ausstellung des Carl Bosch Museums vom 6. August bis 4. November auf dem Vorplatz der TU Berlin

Die Wanderausstellung Historischer Streifzug durch das chemische Labor des Carl Bosch Museums Heidelberg macht vom 6. August bis zum 4. November 2012 an der TU Berlin Station. Acht Themeninseln informieren in einem gläsernen Pavillon über die Tradition chemischer Forschung und die Entstehung des chemischen Labors, beginnend von der mittelalterlichen Probierkunst bis zum futuristischen Theorie-Labor. Schulklassen und Interessierte können sich zu Führungen anmelden.

Das Carl Bosch Museum hat 2005 die Chemie-Wanderausstellung konzipiert und realisiert, um Schülerinnen und Schülern, Studierenden und allen anderen Interessierten einen plastischen Einblick in die Geschichte der Chemie zu geben. Das 2003 errichtete Museum auf Achse hat einen Ausstellungsraum von 75 Quadratmetern, der auf 3 Meter Höhe hydraulisch angehoben wird und über zwei Spindeltreppen und einen gläsernen Fahrstuhl zu erreichen ist.

Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf die Ausstellung hin. Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen:

Ort: Vorplatz der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

Öffnungszeiten:
6.8. bis 4.11.2012, Montag bis Freitag, 10.00 17.00 Uhr
Bei Gruppen wird um Anmeldung gebeten: goebel@campus.tu-berlin.de. Gruppenführungen sind täglich, inklusive Samstag und Sonntag, ab 9.00 Uhr möglich.

Eintrittspreise:
regulär: 1 Euro, ermäßigt: 0,50 Euro
Familienkarte: 3 Euro
noch nicht-schulpflichtige Kinder: frei
Gruppen ab 10 Personen: 0,50 Euro pro Person

Schulklassen können sich über das TU-Schulportal anmelden:
www.tu-berlin.de/?id=119986

Probieren geht über Studieren war oft das Motto, wenn im Mittelalter Proben für handwerkliche Verwendung hergestellt wurden. Typische Arbeitsmittel waren Tiegel zum Schmelzen der Erze und Metalle, Probierscherben zum Abtrennen der Edelmetalle vom Blei sowie kleine Destillationskolben. Utensilien eines solchen frühen Labors sind ebenso zu sehen wie diejenigen mittelalterlicher Produktionsstätten, in denen medizinisch nutzbare Stoffe aus Pflanzen und Tieren gewonnen wurden. Neben der Schreibstube des theoretisierenden Alchemisten mit Pergament, Tintenfass und Gänsekiel ist auch die geheimnisumwitterte Alchemistenküche der Goldsucher und Porzellanerfinder zu sehen, die sich oft durch vergitterte Fenster, verrußte Wände und eine offene Feuerstelle auszeichnete. Mit dem 19. Jahrhundert, das präsentieren weitere Themeninseln, stand nicht mehr das Probieren, sondern das wissenschaftliche Experiment als Erkenntnismittel im Mittelpunkt der Laborarbeit. Sie erhielt zunehmend wirtschaftliche Bedeutung bis hin zur Gründung großer Chemiewerke. Schließlich gehört ein modernes, fast menschenleeres Labor mit hochentwickelter Technik zur Ausstellung, in dem Erkenntnisse in der Chemie zumeist am Computer gewonnen werden.

Das Carl Bosch Museum wurde 1998 in Boschs Garagenhaus, etwa 200 Meter von der Villa Bosch entfernt, eingerichtet. Es zeigt das Leben und Wirken von Carl Bosch, der aufgrund seiner Leistungen bei der großtechnischen Umsetzung der Ammoniaksynthese 1931 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Der Vorstandsvorsitzende der BASF und späterer Vorstandsvorsitzende der I.G.-Farben, wohnte ab 1923 in der nach ihm benannten Villa Bosch in Heidelberg-Schlierbach. Er verband seine Aufgaben als Manager und leitender Industrietechniker mit seinem persönlichen Interesse an Naturbeobachtungen, sammelte Käfer sowie Schmetterlinge und nutzte eine eigene Sternwarte für astronomische Beobachtungen. Für Sonderausstellungen ließ sich das Carl Bosch Museum 2003 einen transportablen Ausstellungsraum bauen, das Museum auf Achse, ein mobiler gläserner Pavillon. Mehr Informationen unter: www.carl-bosch-museum.de

Fotos zum Download unter: www.tu-berlin.de/?id=122633

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Janina Göbel, TU Berlin, Koordinatorin Historischer Streifzug durch das chemische Labor, Tel.: 0151 / 163 11925, E-Mail: goebel@campus.tu-berlin.de function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook
Weitere Informationen: http://www.tu-berlin.de/?id=122633 http://www.tu-berlin.de/?id=119986