RUB-Tagung zur Wirtschafts- und Finanzkrise: Hat die Wissenschaft versagt?
06.08.2012 - (idw) Ruhr-Universität Bochum
Einige Ökonomen und Beobachter führen die weltweite Wirtschafts- und die Finanzkrise, die 2007 begann, auch auf ein Versagen der Wissenschaft zurück. Nach dem Motto Warum habt ihr uns nicht gewarnt beklagen sie, dass die Volkswirtschaftslehre die Krise weder kommen sah, noch der handelnden Finanz- und Wirtschaftspolitik bisher geholfen hat, sie wirksam zu bekämpfen. Steckt die klassische Makroökonomie (engl. Macroeconomics) damit selbst in einer Krise? Das erörtern und diskutieren internationale Experten auf einem Symposium an der RUB, veranstaltet vom Lehrstuhl Makroökonomik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft.
Programm im Internet
Das englischsprachige Symposium Crisis in Macroeconomics? findet am Montag, 13. August von 9 bis 20 Uhr im Hörsaal HGC 50 statt. Das ausführliche Programm steht im Internet unter:
http://economics.rub.de/ls/makro/symposium-crisis-in-macroeconomics.html
Eine spannende Frage und verschiedene Positionen
Zu Gast in Bochum sind renommierte Experten aus den USA (Middlebury College), aus Frankreich (Université d'Aix-Marseille III), Großbritannien (University of East Anglia, Norwich) sowie aus Deutschland (Universitäten Bonn und Frankfurt). Sie gehen mit Blick auf die Makroökonomik der spannenden Frage nach, ob die Krise hausgemacht oder unabdingbar war. Denn viele Makroökonomen argumentieren genau umgekehrt: Der Vorwurf, dass sie die Krise nicht vorhersagten, sei tautologisch. Unter bestimmten Bedingungen können unerwartete Ereignisse schwere Konsequenzen haben und genau das sei nach 2007 passiert und unvermeidlich gewesen. Die Referenten Alan Kirman, Gernot Müller, David Colander, Maik Wolters und Anders Poulsen präsentieren unterschiedliche Standpunkte und beziehen nach ihren jeweiligen Vorträgen das Publikum in die Diskussion ein.
Weitere Informationen
Angela Strobelt, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl Makroökonomik (Prof. Dr. Michael Roos), Tel. 0234/32-28868, E-Mail: angela.strobelt@rub.de
Redaktion: Jens Wylkop
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