Human Resource im Fokus: Bernd Raffelhüschen zu Gast bei vierter Personaler-Tagung an der FH Mainz

22.09.2012 - (idw) Fachhochschule Mainz

Das Thema Generationenspezifisches Personalmanagement Jüngere finden, Ältere binden stand im Mittelpunkt des 4. Human Resource (HR) Forums an der Fachhochschule Mainz, das gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer auf dem Campus des Fachbereichs Wirtschaft ausgerichtet wurde. Mehr als 90 Teilnehmer, darunter Geschäftsführer, Personalleiter, Personalinteressierte aus mittelständischen und Großunternehmen der Rhein-Main-Region und FH-Professoren, diskutierten gemeinsam mit Experten der Unternehmen über den Megatrend Demografie. Wie beeinflusst der demografische Wandel die Personalarbeit in Unternehmen? Welche Lösungen gibt es? Highlight des Tages war der Abschlussvortrag Demografie, Wirtschaft und Soziales des prominenten blondgelockten Freiburger Rentenexperten Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft und Chef des dortigen Forschungszentrums Generationenverträge".
Im einführenden Plenumsvortrag zeigten zunächst die beiden Schott-Referenten sehr selbstkritisch, wie ihr weltweit tätiges Unternehmen das Demografie-Problem in der Praxis anpackt und wie die Schott-Lösung zum Beispiel in Sachen Altersteilzeit, Entlastung älterer Arbeitnehmer und Ausbildung konkret aussieht.
In den vier anschließenden interaktiven Foren wurden die Themenkomplexe Rekrutierung von Jüngeren mittels neuer Medien, Integration neuer Mitarbeiter, altersspezifische Personalentwicklung und Bindung der Generationen vorgestellt und mit Experten der Unternehmen Schott, juwi, Boehringer Ingelheim und Vertretern mittelständischer Unternehmen diskutiert. Interessant für die Teilnehmer war hierbei vor allem, anhand der dargestellten Konzepte praxiserprobte Ideen für Ansätze und Maßnahmen im eigenen Unternehmen zu erhalten.

Ganz praxisnah zur Sache ging es auch im Demografie-Abschlussvortrag, den der Freiburger Professor Bernd Raffelhüschen als Experte für demografische Entwicklungen und sozialpolitische Zusammenhänge äußerst lebhaft und trotz beunruhigender Fakten anscheinend bestens gelaunt gestaltete. Einige seiner zwar amüsant vorgetragenen, aber klaren und unmissverständlichen Botschaften lauteten:
Die Arbeitswelt von morgen werde älter, das heißt eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer müsse durch staatlichen Zwang erfolgen (erhöhte Abschläge und betriebliche Anreize). Hier erteilte er auch der in der Politik diskutierten Kombirente eine klare Absage, da sie genau gegenteilige Effekte bewirke. Ebenso monierte er das Konzept der Zuschussrente als einen der ziemlich dümmsten Fehler. Die Arbeitswelt von morgen werde außerdem femininer, und hierfür gelte es seitens des Staats und der Unternehmen die notwendigen Rahmenbedingungen zu setzen, und schließlich werde die Arbeitswelt von morgen internationaler: Auf einen qualifizierten Zugang könne nicht mehr verzichtet, der unqualifizierte Zugang müsse verhindert werden. Hier gäbe es auch keinerlei Luft nach oben. Wir brauchen jede Hand, egal, welcher [qualifizierte]Kopf darauf sitzt, so eines seiner vielen pointierten Statements.

Der Raffelhüschen-Vortrag setzte den Schlusspunkt der HR-Tagung, die mit dem 5. HR Forum am 18. September 2013 am Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Mainz fortgesetzt werden wird. function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook