Wissenschaft und Bürgerschaft - Wunschpartner oder Fremde

02.12.2003 - (idw) Technische Universität Berlin

Einladung zur Projektpräsentation mit anschließender Diskussion am 3.12.2003

Angesichts der Diskussion über die Kürzung öffentlicher Ausgaben fragen sich viele Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wie viel Bildung und Forschung sie für notwendig halten. Welchen Beitrag zur Ausbildung in zukunftsträchtigen Berufen, zur zukunftsfähigen Gestaltung der Region leisten die Bildungs- und Forschungseinrichtungen unserer Stadt? Diesen Fragen müssen sich auch die Universitäten verstärkt stellen. "Elfenbeinturm" oder "Großlabor der Hightech-Industrie" sind Schein-Alternativen für die Hochschulentwicklung. Die Forderung nach bürgernaher Wissenschaft, einem gleichberechtigten Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist und bleibt aktuell - aber wie soll dies praktisch umgesetzt werden?

Aufbauend auf den Ergebnissen eines Workshops über "...nachhaltige Entwicklung in Berlin 2010" vom Juni diesen Jahres lädt die Zentraleinrichtung Kooperation der TU Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Politik und
Wissenstransfer sowie andere Interessierte und die Medien zur Projektpräsentation "Wissenschaft und Bürgerschaft - Wunschpartner oder Fremde?" mit anschließender Diskussion ein:

Zeit: am Mittwoch, dem 3. Dezember 2003, von 10.00 bis 12.00 Uhr,
Ort: TU Berlin, Zentraleinrichtung Kooperation (ZEK), kubus, Steinplatz 1, 10623 Berlin, Hoechst-Haus, V. OG, Raum HH 529

Anlass ist der bevorstehende Abschluss des EU-Projektes INTERACTS, an dem sich die TU-Kooperations- und Beratungsstelle für Umweltfragen (kubus) gemeinsam mit Partnern aus sechs europäischen Staaten beteiligt. Während der Präsentation sollen die wesentlichen Empfehlungen von INTERACTS vorgestellt sowie praktische Schritte zur Umsetzung in Hochschule und Gesellschaft diskutiert werden. Die Übersetzung des englischen Kürzels INTERACTS drückt bereits dessen Zielstellung allgemein aus: "Verbesserung des Zusammenwirkens von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftsläden und Universitäten: Erfahrungen und Erwartungen". Als Wissenschaftsläden werden Einrichtungen in universitärer oder freier Trägerschaft verstanden, die bürger -und gemeinwesenorientierten Wissenstransfer betreiben, zum Beispiel zu lokalen Umweltproblemen. Aufgabe des EU-Projekts INTERACTS war es, die jeweiligen örtlichen, regionalen und nationalen Erfahrungen des Wissenstransfers mit Nichtregierungsorganisationen auszuwerten, europaweit zu vergleichen und Empfehlungen für die nationale wie europäische Ebene auszuarbeiten.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Kirsten von der Heiden, Tel.: 030/314-26396 und Dr. Wolfgang Endler, Tel.: -26544, Fax: -24276. Zusätzliche Hinweise zum Projekt finden Sie unter http://www.tu-berlin.de/zek/kubus (interacts anklicken) oder INTERACTS http://members.chello.at/wilawien/interacts/main.html