NRW belegt weiterhin bundesweite Spitzenposition bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchse

24.12.2003 - (idw) Ministerium für Wissenschaft und Forschung NRW

DFG bewilligt acht neue Graduiertenkollegs für NRW in 2003

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Jahr 2003 die Einrichtung von insgesamt acht neuen Graduiertenkollegs in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Mit insgesamt 59 eingerichteten und geförderten Graduiertenkollegs belegt NRW damit weiterhin vor Baden-Württemberg mit 54 Graduiertenkollegs den bundesweiten Spitzenplatz bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ministerin Kraft: "Die Vielzahl der geförderten Graduiertenkollegs in unserem Land ist ein Beleg für die exzellente Forschungsarbeit nordrhein-westfälischer Hochschulen. Dies zeigt, dass wir in NRW die Weichen für die Zukunft richtig gestellt haben - denn nur, wenn wir den wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt fördern, kann der Innovationsstandort NRW langfristig gesichert werden." Insgesamt erhielten die NRW-Hochschulen im Jahr 2003 14,5 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Förderprogramm für Graduiertenkollegs. In der vergangenen DFG-Bewilligungsrunde wurden die folgenden vier Graduiertenkollegs bewilligt:

Biointerface an der Technischen Hochschule Aachen

An der Technischen Hochschule Aachen soll das Graduiertenkolleg "Biointerface" im Euregio-Raum vorhandene Forschungsansätze in Bezug auf die Steuerung grenzflächeninduzierter biomolekularer und zellulärer Funktionen zusammenführen und für eine gemeinsame Doktorandenausbildung nutzbar machen. Besonderen Wert wurde hier auf die internationale Einbeziehung der Universitäten in Lüttich und Maastricht sowie die einschlägig arbeitenden Institute in Jülich gelegt.

Statistische Modellbildung an der Universität Dortmund

Da natürliche Phänomene und Prozesse nicht exakt zu beschreiben sind, nähert man sich in den empirischen Wissenschaften an solche Effekte durch statistische Modelle an. Ziel des Graduiertenkollegs "Statistische Modellbildung" an der Universität Dortmund ist es, solche Modelle zu finden, zu analysieren und weiterzuentwickeln.

Molekulare Ziele von Alterungsprozessen an der Universität Düsseldorf

Das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs "Molekulare Ziele von Alterungsprozessen und Ansatzpunkte der Alterungsprävention" konzentriert sich auf den Zusammenhang von oxidativem Stress und Alterungsvorgängen und versucht, entsprechenden therapeutischen Präventivstrategien zu entwickeln. Dabei werden Grundlagenforschung, angewandte Forschung und klinische Forschung eng verzahnt, wodurch an der Universität Düsseldorf ein bedeutendes wissenschaftliches Umfeld zur Erforschung der molekularen Grundlagen des Alterungsvorgangs entstehen wird.

Modulation von Wirtszellfunktionen an der Universität Duisburg-Essen

Ziel des universitätsübergreifenden Graduiertenkollegs "Modulation von Wirtszellfunktionen" der medizinischen Fakultäten der Universitäten Bonn, Düsseldorf und Duisburg-Essen ist die Untersuchung der Interaktion viraler und bakterieller Proteine zur Entwicklung neuer Konzepte der Immunmodulation. Auf diese Weise soll in den nächsten Jahren ein Kompetenzschwerpunkt im Bereich der Infektionsforschung in der Region Rhein-Ruhr geschaffen werden.