Magnetresonanz-Tomographie im Mittelpunkt des neuen "einblick"

22.01.2004 - (idw) Deutsches Krebsforschungszentrum

Die aktuelle Ausgabe des Magazins des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) wirft einen Blick auf die Erfolgsgeschichte des bildgebenden Verfahrens, das mit dem Medizin-Nobelpreis 2003 ausgezeichnet wurde, und beschreibt neue Anwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Ärzte jetzt mit Hilfe der MRT überwachen, ob ein Katheter sein Zielorgan erreicht hat.

Außerdem im neuen "einblick": ein Portrait des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Ob Handy, Atomkraft oder Solarium, das BfS klärt über die verschiedenen Strahlungsquellen und -arten auf und informiert die Bevölkerung über mögliche Gefahren für die Gesundheit. Mit eigenen Forschungsprojekten trägt das BfS zur Abschätzung von Risiken bei.

Früher Tod durch unkonventionelle Heilmethoden? Eine norwegische Studie vergleicht die Auswirkung von unkonventioneller Behandlung bzw. klassischer Schulmedizin auf die Überlebenszeit von Krebspatienten. Der "einblick" beschreibt, warum die Auswertung epidemiologischer Studien problematisch sein kann, und weist auf die Gefahr hin, Daten falsch zu interpretieren.

Hilfe zur Selbsthilfe: Auch in Entwicklungsländern erkranken immer mehr Menschen an Krebs; in Bangladesch sind es mittlerweile 200.000 jährlich. Eine ausreichende medizinische Versorgung ist in vielen Regionen noch nicht gewährleistet, da es sowohl an medizinischem Gerät als auch an qualifiziertem Personal fehlt. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik engagiert sich das DKFZ bei der Ausbildung von Medizinphysikern in Bangladesh.

Im Interview: Der Vorsitzende des Kuratoriums, Dr. Peter Lange, äußert sich zu den forschungspolitischen Perspektiven des DKFZ; er möchte die engere Zusammenarbeit des Zentrums mit anderen Forschungseinrichtungen und Industrie fördern und den Aufbau des Comprehensive Cancer Centers (CCC) in Heidelberg vorantreiben.

Außerdem im neuen Heft: Rauchende Eltern als Handicap: Wenn Kinder bereits im Mutterleib schädlichen Tabakinhaltsstoffen ausgesetzt sind, leiden sie schon vor der Geburt unter Entwicklungsstörungen. Das Krebsforschungszentrum hat gemeinsam mit der Stiftung Kindergesundheit München eine aktuelle Broschüre zu den schwerwiegenden Folgen des Passivrauchens bei Kindern herausgegeben.

Weitere Themen: Das HGF-Büro in Brüssel unterstützt Wissenschaftler bei der Einwerbung von Drittmitteln aus der EU; die Mitarbeiter der Abteilung Radiopharmazeutische Chemie am DKFZ entwickeln radioaktive Marker, mit deren Hilfe sich Tumoren und deren Metastasen charakterisieren lassen; künstliche Haut als Modell für Hautkrebsforschung; Kunst trifft Klinik: ein Malprojekt an der Thoraxklinik Heidelberg.

"einblick", die offizielle Zeitschrift des Deutschen Krebsforschungszentrums, kann kostenlos über einblick@dkfz.de oder per Fax: 06221- 42-2968 abonniert werden. Das Magazin ist auch im Internet abrufbar.