Fraunhofer IWS Dresden zeigt Neuentwicklungen zum Plasmaspritzen auf der Hannover-Messe 2004

14.02.2004 - (idw) Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS


Innenbeschichtung einer Buchse mit dem Verfahren des laserunterstützten Plasmaspritzens Die ständig steigenden Anforderungen an moderne Motoren, Turbinen, Maschinen und Anlagen hinsichtlich Lebensdauer, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit erfordern die Entwicklung neuer Technologien und Werkstoffe. Hierbei stellen heute funktionelle Beschichtungen in einem breiten Einsatzspektrum einen optimalen Bauteilschutz zur Sicherstellung der Funktion und Erhöhung der Lebensdauer dar, welche durch den Grundwerkstoff allein nicht gewährleistet sind.

In diesem Zusammenhang arbeitet das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden an verschiedenen Beschichtungsverfahren. Das laserunterstützte atmosphärische Plasmaspritzen (LAAPS) stellt dabei eine innovative, leistungsfähige Hybridtechnologie dar. Mit dieser Verfahrenskombination können Vorteile beider Verfahren genutzt werden, um eine technologische Lücke zu schließen. Die hohen Haftfestigkeiten sowie die dichten Schichtstrukturen vom Laser-Pulver-Auftragschweißen sollen dabei ebenso genutzt werden wie die hohe Auftragsrate und die daraus resultierende Effizienz des thermischen Spritzprozesses. Ausgehend von Vorversuchen wurde am IWS ein neuartiger Innenbeschichtungskopf entwickelt, welcher Innenbeschichtungen für Durchmesser > 80 mm ermöglicht. Neben den bereits genannten Vorteilen dieser Verfahrenskombination ist im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit die Einsparung der Substratvorbereitung, welche beim thermischen Spritzen notwendig ist, ein großer Vorteil.

Der Bearbeitungskopf kann an ein 6-Achs-Handlingsystem montiert werden und dringt während des Beschichtungsprozesses immer weiter in das Innere des Bauteils vor. Um mit diesem Verfahren auch 3D-Freiformflächen beschichten zu können, wurde die Möglichkeit einer Off-line-Programmierung geschaffen. Dies ermöglicht, neben dem laufenden Prozess ein Bearbeitungsprogramm zu erstellen. Der Bearbeiter hat dabei die Möglichkeit, ständig in den Programmerstellungsprozess einzugreifen.

Die erreichten Ergebnisse präsentiert das IWS auf der Hannover-Messe Industrie vom 19.-24.04.2004 in der Halle 15 auf dem Stand D 62.

Besuchen Sie uns auf der Hannover-Messe Industrie 2004 vom 19. - 24.04.2004 auf dem Gemeinschaftsstand "Laser Technology" in Halle 15 Stand D 62.


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