Akademie der RUB: Klinische Kodierer weitergebildet

03.04.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Krankenhäuser müssen ihr Abrechnungsverfahren auf ein neues System umstellen: Dazu benötigen sie dringend Klinische Kodierer, die alle Daten vollständig und korrekt aufnehmen und weiterverarbeiten. 27 Klinische Kodierer haben in der Akademie der Ruhr-Universität nun erstmals erfolgreich eine Weiterbildung absolviert und Ende März ihre Zertifikate erhalten.


Klinische Kodierer: Die Teilnehmer des ersten Weiterbildungskurses in Bochum Bochum, 02.04.2004
Nr. 107


Klinische Kodierer weitergebildet
Fortbildung in der Akademie der Ruhr-Universität
27 Teilnehmer schließen erste Kursreihe erfolgreich ab


Krankenhäuser müssen ihr Abrechnungsverfahren auf ein neues System umstellen: Dazu benötigen sie dringend Klinische Kodierer, die alle Daten vollständig und korrekt aufnehmen und weiterverarbeiten. 27 Klinische Kodierer haben in der Akademie der Ruhr-Universität nun erstmals erfolgreich eine Weiterbildung absolviert und Ende März ihre Zertifikate erhalten.

Hohe Nachfrage

Die berufsbegleitende Fortbildung startete im Herbst 2003. Die Nachfrage ist hoch, denn die Krankenhäuser haben einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Kodierern. Aktuell läuft bereits der zweite Kurs, der dritte beginnt im September 2004. Das Angebot richtet sich gezielt an Pflegekräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhausverwaltungen, speziell der Rechnungsabteilungen. Es ist ein Kooperationsprojekt der Akademie der Ruhr-Universität mit dem Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) und der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW).

"Right-Coding" gefragt

Ursache für den hohen Bedarf ist die grundsätzlich geänderte Krankenhausfinanzierung in Deutschland, basierend auf einem neuen Abrechnungssystem (DRG, "Diagnosis Related Groups"). Gut ausgebildete Kodierer können den Abrechnungsprozess der Kliniken effektiv unterstützen, formale und inhaltliche Prüfungen der Datensätze vornehmen und die Datenqualität sichern. Im Sinne eines "right-coding" kommt es insbesondere darauf an, Daten weder unter- noch überzukodieren - die Folgen einer Falschkodierung können Einnahmeverluste der Krankenhäuser oder Regressforderungen sein.

Entlastete Ärzte, bessere Erlöse

Die Klinischen Kodierer entlasten die Ärzte in Dokumentations- und Verwaltungstätigkeiten. Zugleich verbessern sie die Kodierqualität und Erlössituation der Krankenhäuser. Besonderen Wert legen die Anbieter der Weiterbildung deshalb auf eine praxisorientierte Ausbildung durch erfahrene Medizincontroller mit umfangreichen Übungseinheiten. Konzipiert ist die Fortbildung überwiegend in Wochenendseminaren, was die Ausfallzeiten der Teilnehmer in ihren Häusern reduziert.

Weitere Informationen

Dipl.rer.soc. Walter Dieckmann, Geschäftsführer der Akademie der Ruhr-Universität gGmbH, Universitätsstr. 142, 44799 Bochum, Tel. 0234/3382220, Fax: 0234/3382299, E-Mail: dieckmann@akademie.rub.de, Internet: http://www.akademie.rub.de