Glaubenskurse und gemeindliche Zukunft: Symposium über missionarische Perspektiven der Kirchen

30.04.2004 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

PM 55/2004

Mit einem Internationalen Symposium über "Missionarische Perspektiven für die Kirchen der Zukunft" wird in der kommenden Woche das Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung an der Theologischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald feierlich eröffnet. Vom 6. bis zum 8. Mai 2004 treffen sich in den Räumen des BioTechnikum Greifswald Vertreter aus Wissenschaft und Kirche, um die Zukunftsfähigkeit christlicher Gemeinden angesichts der religiösen Lage der Gegenwart und ihre missionarische Ausstrahlung in einer internationalen Perspektive zu beleuchten. Die Tagung beginnt am Donnerstag um 18.30 Uhr mit einem öffentlichen Vortrag von Prof. Paul M. Zulehner (Wien): "Aufbrechen oder Untergehen. Wie können unsere Gemeinden zukunftsfähig werden?"

An diesen Vortrag, der durch eine Einführung von Prof. Michael Herbst (einem der Institutsdirektoren) und einen kleinen Empfang gerahmt wird, schließen sich dann die Fachvorträge aus dem akademisch-theologischen sowie aus dem kirchlichen Bereich am 7. und 8. Mai im geschlossenen Teil des Symposiums an.

Das Institut hat bereits zum 1. April 2004 seine Arbeit aufgenommen und ist deutschlandweit die erste Einrichtung seiner Art. Klarer und stärker als bisher sollen hier Themen in Forschung und Lehre integriert werden, die für das Leben von Gemeinden und Kirchen zukünftig von größter Wichtigkeit sind, bisher aber in der akademischen Theologie vernachlässigt wurden: "Evangelisation und Gemeindeentwicklung". Inhaltlich wird es außerdem um die empirische Erforschung der religiösen Landschaft in nach-volkskirchlicher Zeit gehen, um Wege des gewinnenden Zugangs auf kirchendistanzierte und konfessionslose Menschen, um den Zusammenhang von Diakonie und Mission wie auch von Bildung und Mission und um die historische Aufarbeitung der Volksmission.

Das Institut wird Angebote erstellen, die sowohl den Studierenden der Theologischen Fakultät gelten wie auch der Weiterbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern in ganz Deutschland gewidmet sein sollen. Darüber hinaus werden Kirchen und Werke in Fragen der Evangelisation und der Gemeindeentwicklung beraten. Eine Besonderheit stellt der Bezug zur Pommerschen Evangelischen Kirche dar. Das Institut wird auch Funktionen einer Agentur für Missionarische Dienste im Raum der Pommerschen Evangelischen Kirche wahrnehmen. Dies wird im konkreten Fall bedeuten, daß das Institut Beratungsangebote für Gemeinden machen wird, etwa im Blick auf die Durchführung von Glaubenskursen, Perspektiventwicklungsprozesse, auf die Einführung neuer Gottesdienstformen, auf die Betreuung und Förderung ehrenamtlicher Mitarbeiter usw.

Durch die Unterstützung dreier evangelischer Landeskirchen (Pommern, Baden und Württemberg) kann das Institut seine Arbeit mit drei hauptamtlichen Mitarbeitern aufnehmen. Die Arbeit unterstützen außerdem die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste und das Diakonische Werk in der EKD.