Astrid Küther neue Kanzlerin der Universität zu Lübeck

19.05.2004 - (idw) Universität zu Lübeck


Astrid Küther, Kanzlerin der Universität zu Lübeck Astrid Küther ist neue Kanzlerin der Universität zu Lübeck. Das Konsistorium, verfassungsgebendes Gremium der akademischen Selbstverwaltung, wählte sie am 6. Mai 2004 in öffentlicher Sitzung unter insgesamt drei Bewerbern.

Frau Küther soll zum 1. Juli 2004 ernannt werden. Die Einführung und Vereidigung findet am 9. Juli 2004 im Rahmen der Promotionsfeier der Universität statt. Die Neubesetzung der Kanzlerstelle war durch das altersbedingte Ausscheiden des bisherigen Kanzlers Wolf-Dieter v. Detmering am 14. Februar 2004 erforderlich geworden.

Die Universitätskanzlerin ist Wahlbeamtin und wird auf sechs Jahre gewählt. Im Rektorat, der vierköpfigen kollegialen Universitätsleitung, tritt sie neben den amtierenden Rektor Prof. Dr. rer. nat. Alfred X. Trautwein und die Prorektoren Prof. Dr. med. Peter Schmucker und Prof. Dr. med. Michael Seyfarth. Sie üben ihr Amt ehrenamtlich aus und nehmen gleichzeitig weiter ihre Aufgaben in Forschung und Lehre wahr. Die Kanzlerin ist das einzige hauptberufliche Mitglied des Rektorats. Sie leitet die Zentrale Universitätsverwaltung.

Astrid Küther, 1972 geboren, studierte 1991 bis 1996 Rechtswissenschaften an der Universität Rostock. 1997 bis 1999 Referendariat im Landgerichtsbezirk Flensburg, 1999 Große Juristische Staatsprüfung, seit 1999 Justiziarin und seit 2001 Dezernatsleiterin an der Universität zu Lübeck, 2001 bis 2004 Zusatzstudium "Betriebswirtschaftslehre für Juristen", seit 2004 Ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht Lübeck.

Frau Küther hatte sich mit folgenden Ausführungen zu den Aufgaben, denen sich die Universität gegenüber sieht, um das Amt der Kanzlerin beworben: "Als Kanzlerin der Universität zu Lübeck wäre es mein größtes Anliegen, die Universität zu Lübeck am Hochschulstandort Lübeck durch weitere Profilbildung und Exzellenz sowie durch regionale, nationale und internationale Vernetzung zu stärken und langfristig zu sichern. Als Mitglied des Rektorats sehe ich mich neben der Mitwirkung an strategischen Entscheidungen vor allem dafür verantwortlich, dass rechtliche und wirtschaftliche Gesichtspunkte schon früh in den Entscheidungsprozessen angemessen berücksichtigt werden. Die Hochschule von heute ist nicht nur Lehr- und Forschungsstätte sondern mehr denn je auch Wirtschaftsbetrieb, der sich einem Bildungsmarkt stellen muss. - Die Universität zu Lübeck hat in den letzten 40 Jahren eine dynamische Entwicklung von der Medizinischen Akademie über Medizinische Hochschule und Medizinische Universität hin zur Universität zu Lübeck durchlebt. Durch die Verselbstständigung des Universitätsklinikums befindet sich die Universität in einer völlig neuen strukturellen und wirtschaftlichen Situation, bei der die für Lübeck besonders bedeutungsvolle Medizin mehr noch als bisher durch aktive Formen der Kooperation mit der Universität verknüpft werden muss. - Die Universität bietet mit ihrem Profil - Medizin, Life Sciences, Technik, Digitale Medien - ein zukunftsorientiertes Entwicklungspotenzial für Spitzenforschung, moderne Studiengänge sowie anwendungsorientierte Transferleistungen. Zur Verbesserung der Chancen unserer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt ist es dringend notwendig, Querschnittsprofessuren mit betriebswirtschaftlichen Kompetenzen zu etablieren sowie Lehrkräfte, Wissenschaftler und Studierende noch enger an Wirtschaftsbetriebe und öffentliche Einrichtungen vor allem der Region, der Metropole Hamburg sowie des Ostseeraums anzubinden. Nur so kann die Universität zu Lübeck ihre besonderen Chancen nutzen und ihr Ziel längerfristiger nationaler und internationaler Wettbewerbsfähigkeit erreichen. Die in den letzten Jahren intensivierte Verknüpfung mit der Entwicklung der Hansestadt Lübeck muss zum gegenseitigen Nutzen weiter ausgebaut werden. Stadt und Hochschulen müssen gemeinsam auftreten und sich laufend gegenseitig Impulse geben. Die Bürger der Stadt sollen ihre Universität kennen und schätzen und die Mitglieder der Universität sollen sich nicht nur auf dem Campus sondern in der ganze Stadt zuhause fühlen. So verbinden sich Wissenschaft und Kultur in der Hansestadt nicht nur durch wirtschaftliche sondern auch durch soziale Strukturen und gemeinsame Ziele."