Wer findet Deutschlands freundlichste Ausländerbehörde?

28.06.2002 - (idw) Alexander von Humboldt-Stiftung


Wer findet Deutschlands freundlichste Ausländebehörde? Sperrfrist: 1. Juli 2002

Neuer Humboldt-Preis für neue Kultur der Gastfreundschaft in Deutschland


Unterlagen und druckfähiges Bildmaterial unter
http://www.humboldt-foundation.de/welcome


Mit dem neuen "Humboldt-Preis für die freundlichste Ausländerbehörde" werden die Alexander von Humboldt-Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft diejenigen Ämter auszeichnen, die sich ausländischen Wissenschaftlern und Studierenden gegenüber besonders aufgeschlossen und hilfsbereit verhalten. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Vorschlagsberechtigt sind ausländische Studierende, Doktoranden oder Wissenschaftler in Deutschland. Einsendeschluss ist der 31. August 2002. Weitere Informationen und Unterlagen unter http://www.humboldt-foundation.de/welcome.

In der Regel empfinden ausländische Wissenschaftler und Studierende den Gang zur Ausländerbehörde als eine Hürde zu Beginn ihres Aufenthaltes. Zu den Ursachen dafür zählen unter anderem das komplexe Ausländer-, Aufenthalts- und Arbeitsrecht sowie die nicht immer befriedigende finanzielle und personelle Ausstattung der zuständigen Ämter. Ein Teil des Preisgeldes soll deshalb den Mitarbeitern Weiterbildungen ermöglichen, die ihnen ihre Beratungsarbeit erleichtern. Ein weiterer Teil soll eine Verbesserung der Infrastruktur im Interesse einer freundlicheren Atmosphäre speziell für ausländische Studierende und Wissenschaftler ermöglichen.


"Ausländerbehörden sind eine der ersten Anlaufstellen für ausländische Studierende und Wissenschaftler. Ihre Erfahrungen dort sind meist prägend für das Bild Deutschlands", erklärt der Präsident der Humboldt-Stiftung, Professor Wolfgang Frühwald, die Initiative. "Leider hören wir von unseren Stipendiaten immer wieder von unschönen Erfahrungen - ein besonders drastisches Bild fand ein Humboldtianer, der den Kontakt mit seiner Ausländerbehörde mit einem Gang durch eine Löwenhöhle verglich."

Mit dem neu geschaffenen Preis wollen die Humboldt-Stiftung und der Stifterverband bewusst einen motivierenden Anreiz für die Mitarbeiter in Ausländerbehörden schaffen. "Seit Jahren fordern wir die Verbesserung der Gastfreundschaft in Deutschland", erklärt Professor Frühwald. "Dieser Preis soll dazu beitragen und die Mitarbeiter der Ausländerbehörden ermutigen, ihren Ermessensspielraum positiv zu nutzen."


Politisches Signal
Durch den Preis soll neben den Behörden auch die breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht werden, dass ausländische Wissenschaftler und Studierende hoch willkommen sind. Nicht nur, weil sie dringend benötigtes Know-how aus aller Welt mitbringen. "Die Entwicklung des weltweiten Humboldt-Netzwerkes zeigt, dass viele in Deutschland ausgebildete Akademiker später in ihren Heimatländern Führungspositionen einnehmen. Es sind diese Verbindungen der Zukunft, die wir pflegen und fördern wollen", sagt Frühwald.

Votum der Betroffenen
Ausländerbehörden können sich selbst nicht bewerben: Um authentische Nominierungen für den neuen Humboldt-Preis für die freundlichste Ausländerbehörde zu erhalten, können Vorschläge ausschließlich von den betroffenen Studierenden, Doktoranden und Wissenschaftlern aus dem Ausland eingereicht werden. "Zu jedem Vorschlag gehört ein ausgefülltes Nominierungsformular und eine Seite Erfahrungsbericht, warum diese Behörde vorgeschlagen wird", erläutert Projektleiterin Dr. Barbara Sheldon. "Bei der Prüfung holen wir auch eine Stellungnahme der Ausländerbehörde ein, in der diese die mögliche Verwendung des Geldes im Falle einer Auszeichnung erläutert. Diese Stellungnahme wird die Jury auch in der Gesamtbewertung berücksichtigen." Einsendeschluss ist der 31. August 2002. Teilnahmebedingungen und Unterlagen gibt es unter http://www.humboldt-foundation.de/welcome

Kampagne mit Postern und Postkarten
"Natürlich wünschen wir uns eine breite gesellschaftliche Debatte, die nicht nur unter ausländischen Studierenden und Wissenschaftlern geführt wird", betont Dr. Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes, der das Projekt finanziert. "Wir sind stark daran interessiert, dass sich die Mitarbeiter der Ämter mit diesem Projekt gerne identifizieren." Zur Kampagne für den neuen Preis gehört auch eine breite Poster- und Postkartenaktion in Universitäten und Ausländerbehörden.

Festliche Preisverleihung im Januar 2003
Verliehen wird die Auszeichnung während des Neujahrsempfangs der AvH am 30. Januar 2003 in Berlin. Neben ausländischen Forschungsstipendiaten der Stiftung, Vertretern von ausländischen Botschaften, Wissenschaftsorganisationen und Hochschulen erhalten auch drei Einsender von aussagekräftigen Vorschlägen für freundliche Ausländerbehörden eine Einladung zu dem Festakt.


Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Als führende Organisation zur Förderung ausländischer Spitzenwissenschaftler ermöglicht die Humboldt-Stiftung jährlich über 1.800 Forscherinnen und Forschern aus aller Welt eine wissenschaftliche Tätigkeit in Deutschland. Das Humboldt-Netzwerk hält die Verbindung zu über 20.000 Humboldtianern in 130 Ländern langfristig aufrecht.

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Der Stifterverband ist die Gemeinschaftsaktion der Wirtschaft, in der sich die führenden Unternehmen Deutschlands für die Wissenschaft stark machen, und der sich Jahr für Jahr mehr Privatpersonen und Firmen mit ihrer Stiftung anschließen, um Forschung, Bildung und Kultur zu fördern.


weitere Infos und druckfähiges Bildmaterial als Foto-Download unter
http://www.humboldt-foundation.de/welcome


Interview-Wünsche und Rückfragen bitte an
Florian Klebs / Antonia Petra Dhein
Pressestelle Humboldt-Stiftung
Fon: ++49 (0)228 833 258
presse@avh.de

Dr. Angela Lindner
Pressestelle Stifterverband
Fon: ++49 (0) 221 8401 158
a.lindner@stifterverband.de