Die Qual der Wahl: Wie erkennt die Uni die besten Bewerber?

28.06.2004 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Symposium am 2. Juni 2004 zur Studierendenauswahl: Status quo, Perspektiven, Probleme

Die Regelungen über die Zulassung zum Hochschulstudium befinden sich seit Jahren in einem dramatischen Wandel und werden sich in den kommenden Monaten weiter verändern. Im Zentrum der veränderten Regelungen steht die Konkurrenz der Studierenden um die besten Studienplätze. Aus institutioneller Sicht ist eine wesentliche Frage, wie die besten Studierenden erkannt und erfolgreich rekrutiert werden können.

Die veränderten Regelungen zum Hochschulzugang werfen mehrere kritische Aspekte auf: Nach welchen Kriterien sollen die Bewerber ausgewählt werden - sind Schulnoten und Wartezeit das Maß aller Dinge? Und woran sollen diese Auswahlkriterien gemessen werden - wann ist ein Student eigentlich erfolgreich? Welche praktischen, ethischen und juristischen Probleme bringt eine solche Auswahlprozedur mit sich? Sind die geltenden oder zukünftigen Regelungen des Hochschulzugangs gerecht oder werden Angehörige von Minderheiten benachteiligt und damit um ihre Lebenschancen gebracht? Und schließlich: In welchem Verhältnis stehen die Kosten einer umfangreichen Auswahlprozedur zu dem zu erwartenden Nutzen?

Diese Fragen sollten beantwortet werden, bevor Entscheidungen mit weit reichenden Konsequenzen routinemäßig getroffen werden. In anderen Ländern werden Studierende schon seit sehr langer Zeit von den Hochschulen oder landesweit agierenden Institutionen ausgewählt. Die Entscheidung zur Hochschulzulassung erfolgt häufig über gewichtete oder ungewichtete Schulnoten, Werte in Intelligenztests, Wissenstests, durch Auswahlgespräche und Ähnliches. Ganz gleich, welche Größe zur Entscheidung herangezogen wird, die Qualität der Entscheidung sollte sich in den Studienleistungen niederschlagen.

Auf dem Symposium zur Studierendenauswahl: Status quo, Perspektiven, Probleme am 2. Juli 2004 werden neben Patrick Kyllonen vom Educational Testing Service weitere Referenten -vom Centrum für Hochschulentwicklung, vom Max-Plank-Institut für Bildungsforschung, von der Hochschulrektorenkonferenz, vom Stifterverband für die deutsche Wirtschaft und der Humboldt-Universität - zu dem Problem der Studierendenauswahl Stellung beziehen. Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und kostenlos.

Ort: Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Hörsaal 2002
Zeit: 2. Juli 2004, 8:45 bis 19:30 Uhr (mit Mittagspause)
Veranstalter: Institut für Psychologie der Humboldt-Universität

Informationen Prof. Dr. Oliver Wilhelm, Juniorprofessor, Institut für Psychologie
Telefon [030] 2093 4873
e-mail oliver.wilhelm@rz.hu-berlin.de
Anmeldung www.psychologie.hu-berlin.de/dia/sympos/