Alu-Korrosion auf dem Prüfstand

22.03.1995 - (idw) Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

Vom 3. - 8. April auf der Hannover-Messe

Im Test: Alu-Korrosion

Wie laesst sich die Korrosion bei der allgemein ueblichen Elektrotauchlackierung von Aluminiumblechen vermindern, das fragten sich mehrere deutsche Automobilbauer und wandten sich mit diesem Problem an die Mercator-Universitaet Duisburg.

Zusaetzlich sollte untersucht werden, wie sich dieses weitverbreitete Lackierverfahren auf die Haftfaehigkeit, Oberflaechenrauhigkeit und das Korrosionsverhalten des lackierten Aluminiums auswirkt.

Die Frage wurde im Fachgebiet Elektrochemie unter der Leitung von Prof. Fritz Beck beantwortet. Dipl.-Chem. Ulrike A. Krueger setzte elektrotauchlackierte Alu-Bleche mehr als ein Jahr lang Wind und Wetter aus. Dabei stellte sich heraus, dass die aufgetretene Korrosion vor allem von der Lackart abhaengt. Deshalb brauchen die Autohersteller kuenftig nicht auf die leichten Aluminiumteile in der Karosserie zu verzichten, es sollten jedoch die Lacksysteme optimiert werden.

Problem: Aluminium korrodiert waehrend der Tauchlackierung

Das Hauptproblem besteht darin, dass Stahl- und Aluminiumbleche unterschiedlich bei der ueblichen Elektrotauchlackierung reagieren. Das Stahlblech erhaelt bei der Grundierung zwar einen ausgezeichneten Rostschutz, doch die Aluminium-Legierung beginnt zu korrodieren.

In umfangreichen Tests konnte jedoch gezeigt werden, dass sich die kathodische Elektrotauchlackierung grundsaetzlich auch fuer die Beschichtung von Aluminiumblechen eignet. Die aufgetretene Korrosion geht in erster Linie auf den Lack zurueck,. der ebenso verantwortlich ist fuer Unterschiede in der Oberflaechenrauhigkeit. Aber auch wenn die Alu-Bleche korrodieren, so wirkt sich dies kaum auf ihre Haftfestigkeit aus.

Autos aus Stahl- und Aluminiumblechen lassen sich deshalb trotz unterschiedlicher Reaktionsweisen der Metalle gemeinsam elektrotauchlackieren. Die Lacksysteme sollten allerdings optimiert werden.

Naehere Einzelheiten des Forschungsprojekts einschliesslich Anschauungsmaterial werden auf der diesjaehrigen Hannover-Messe vom 3. bis 8. April (Halle 18/1. OG, Stand M 06) praesentiert.

Weitere Informationen: Fachgebiet Elektrochemie, Tel.: 0203/379-2598, E-Mail: Krohn@LIMS.uni-duisburg.de