Virtuelles Aquarium auf der Buchmesse

15.10.1997 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer-Presseinformation 75/1997 vom 14.10.1997

Virtuelles Aquarium auf der Buchmesse

Eine Deutschland-Premiere der besonderen Art praesentieren das Fraunhofer-Institut fuer Graphische Datenverarbeitung IGD und seine Aussenstelle in Coimbra, Portugal, auf der diesjaehrigen Frankfurter Buchmesse: Ein virtuelles Aquarium. Das kuenstliche Ozeanarium ist vom 15. bis 20. Oktober im Deutsch-Portugiesischen Pavillon zu sehen. Dort koennen die Besucher tauchen, ohne nass zu werden.

Tauchanzug, Flossen und Sauerstoffflasche benoetigen die Buecherfans fuer dieses Unterwasservergnuegen nicht. Ein Kopfdruck genuegt und schon schwimmen Makrelen, Thunfische, furchterregende Blau-Haie und raeuberische Barrakudas nur wenige Zentimeter an den Tiefseetauchern vorbei. Doch keine Angst - die von einem Computer erzeugten kuenstlichen Fische schnappen nicht zu.

"Auf der Buchmesse praesentieren wir das virtuelle Ozeanarium, das auf der Weltausstellung Expo 98 in Portugal zu sehen sein wird", erlaeutert Torsten Froehlich vom Fraunhofer IGD. Die Wissenschaftler haben von dem sieben Meter hohen und 32 mal 32 Meter grossen Riesenaquarium, in dem sich im kommenden Jahr Haie, Sardinen und zahlreiche weitere Fischarten tummeln sollen, ein computergraphisches Modell entwickelt.

Mehr als 400 Fische schwimmen im virtuellen Aquarium. "Diese grosse Anzahl koennen wir erzeugen, weil mehrere Prozessoren parallel arbeiten", sagt Froehlich stolz. Die Tiere bewegen sich ganz natuerlich, nehmen Hindernisse wahr und aendern dementsprechend ihren Kurs. Sogar Schwaerme bilden die Fische. Auf der Buchmesse wird das virtuelle Ozeanarium ueber zwei Videoprojektoren auf eine Grossbildleinwand projiziert. Wenn die Besucher eine entsprechende Brille aufsetzen, sehen sie das Riesenaquarium dreidimensional. Mit Hilfe von besonderen Computer-Maeusen gelangen sie an jeden Ort des Ozeanariums: Sie koennen durch die Glasscheiben die Meereswelt bestaunen, von oben einen Blick auf das nachgebildete Meer werfen oder ins Wasser eintauchen und die Fische direkt an sich vorbei schwimmen lassen.

Ansprechpartner fuer weitere Informationen: Torsten Froehlich Telefon 0 61 51/1 55-2 89, Telefax 0 6151/1 55-1 96 Fraunhofer-Institut fuer Graphische Datenverarbeitung IGD Rundeturmstrasse 6, D-64283 Darmstadt email: torsten@igd.fhg.de