Umweltschutz mit neuen Werkstoffen

10.12.1998 - (idw) Universität des Saarlandes

Für das Graduiertenkolleg "Neue Hochleistungswerkstoffe für effiziente Energienutzung" wurden 1,7 Millionen bewilligt. Sprecher des Graduiertenkollegs ist der Werkstoffwissenschatler Prof. Dr. Rolf Clasen.

Umweltschutz hat viele Seiten: Ein zentrale Rolle spielt die Erforschung und Entwicklung neuer Werkstoffe, etwa für Elektroden von Zündkerzen, die so korrosionsbeständig sind, daß für ein ganzes "Autoleben" lang kein Zündkerzenwechsel mehr fällig wird, oder für die Konstruktion von Brennstoffzellen, die im Auto der Zukunft die Primärenergie von Benzin ohne Umweltbelastung direkt in elektrische Energie umsetzen, aber auch für neue Konzepte beim Bau von Solarzellen, sicherlich einer der wichtigsten Zukunftstechnologien. Die Beispiele illustrieren einen fachübergeifenden Arbeitsbereich der Universität des Saarlandes, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für die nächsten drei Jahre mit 1,7 Millionen Mark fördert. Die Förderung geschieht im Rahmen des Graduiertenkollegs "Neue Hochleistungswerkstoffe für effiziente Energienutzung", an dem die Fächer Physik, Chemie, Werkstoffwissenschaften und Elektrotechnik beteiligt sind. Mit der Bewilligung kann die erfolgreiche Arbeit des 1996 eingerichteten Graduiertenkollegs "Grundlagen und Technologien von neuen Hochleistungswerkstoffen"fortgesetzt werden, jetzt aber mit einer Fokussierung auf Aspekte des Umweltschutzes. Sprecher des Graduiertenkollegs ist der Werkstoffwissenschaftler Prof. Dr. Rolf Clasen.

Graduiertenkollegs werden von der DFG nach strengsten wissenschaftlichen Kriterien bewilligt. Die Förderung kommt dabei insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs zugute. An der Universität des Saarlandes gibt es derzeit 6 Graduiertenkollegs. Das jetzt um weitere drei Jahre verlängerte Kolleg bedeutet nicht zuletzt eine weitere Stärkung des Saarbrücker Schwerpunkts im Bereich der Materialwissenschaften. Zu diesem Schwerpunkt gehören u.a. ein DFG-geförderter Sonderforschungsbereich sowie ein neues interdisziplinäres Projekt zur Erforschung und Entwicklung "Biologisch komponierter Materialien und Systeme" (BKM&S).

Weitere Fragen beantwortet Ihnen der Sprecher des Graduiertenkollegs Prof. Dr. Rolf Clasen: Tel. (0681) 302 5008.