Auszeichnungen und neue Funktionen für Stuttgarter Wissenschaftler

01.04.1999 - (idw) Universität Stuttgart

Seibold-Preis wird am 12. April in Bonn verliehen

Mit dem Eugen und Ilse Seibold-Preis zur Förderung der Wissenschaft und zur Verständigung zwischen Deutschland und Japan hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) em. Prof. Dr. Hans-Joachim Queisser vom Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperforschung und Honorarprofessor an der Fakultät Physik der Universität Stuttgart und Prof. Dr. Yasuo Tanaka von der Universität Tokio ausgezeichnet, der zur Zeit Direktor des Liaison Office der Japan Society for the Promotion of Science in Bonn ist. Der vom ehemaligen DFG-Präsidenten und seiner Frau gestiftete, mit 20.000 DM dotierte Preis wird an Wissenschaftler vergeben, die zum besseren Verständnis des jeweils anderen Landes beigetragen haben. Die Verleihung findet am 12. April 1999 in Bonn statt.

Stuttgarter Wissenschaftler in World Academy for Biomedical Technologies gewählt

Prof. Dr. Joachim Nagel, Direktor des Instituts für Biomedizinische Technik der Universität Stuttgart, ist zum Mitglied der World Academy for Biomedical Technologies (WABT) gewählt worden. Dieser Anfang 1997 in Zusammenarbeit mit der UATI (International Union of Technical Associations and Organizations) und der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) gegründeten Akademie gehören weltweit maximal 120 Mitglieder an, von denen bisher 80 gewählt wurden. Ziel der WABT ist es, Menschen in allen Ländern, auch denen der Dritten Welt, eine innerhalb der wirtschaftlich gesetzten Grenzen optimale medizinische Versorgung zu ermöglichen. Gleichzeitig soll sie als Forum einer effektiven, internationalen Kooperation dienen, im Interesse der Entwicklung neuer Techniken im Gesundheitswesen den Erfahrungsaustausch fördern und Regierungen und Gesundheitsbehörden in Fragen der Biomedizinischen Technik beraten.

University of California wählte Stuttgarter Wissenschaftler als "Reichenbach Memorial Lecturer"

Prof. Dr. Hans Kamp, Lehrstuhl für Formale Logik und Sprachphilosophie am Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung der Universität Stuttgart, ist von der University of California at Los Angeles (UCLA) als "Reichenbach Memorial Lecturer 1999" ausgewählt worden. Mit einem "Hans Reichenbach Chair in Scientific Philosophy" und mit den "Reichenbach Memorial Lectures" pflegt die University of California das Andenken an den herausragenden Wissenschaftsphilosophen Hans Reichenbach, der sich 1920 an der damaligen TH Stuttgart im Fach Physik habilitierte. Der als Memorial Lecturer 1999 ausgewählte Hans Kamp hat wiederum 1968 an der UCLA promoviert. Bei seiner im Februar gehaltenen Memorial Lecture behandelte der Stuttgarter Wissenschaftler das Thema "Deixis in Discourse - Reichenbach on Temporal Reference". - Nach dem Max-Planck-Forschungspreis (1992) und dem Prix Jean Nicod (1996) ist die Reichenbach Memorial Lecture ein weiterer Ausdruck der Wertschätzung, die Person und Werk Hans Kamps in der scientific community genießen.