KUE gründet Wirtschaftsforum - Kontakte zwischen regionaler Wirtschaft und Hochschule stärken

19.07.1999 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Die Katholische Universität Eichstätt gründet gemeinsam mit der IHK Oberbayern (Industrie- und Handelsgremium Eichstätt, IHG) und den Wirtschaftsjunioren Eichstätt ein Wirtschaftsforum. Ziel ist, die Verbindungen zwischen Universität und regionaler Wirtschaft zum gegenseitigen Vorteil zu stärken und damit auch zu einer positiven Regionalentwicklung beizutragen. "Das Wirtschaftsforum Katholische Universität Eichstätt ist natürlich für alle Unternehmen offen", betont Universitätspräsident Prof. Ruprecht Wimmer. Zur Eröffnungsveranstaltung am 26. Juli (19.30 Uhr, Kollegiengebäude/Aula, Ostenstraße 28, Eichstätt) sind denn auch die Mitglieder der Handwerkskammer, des Einzelhandelsverbandes, der Mittelstandsvereinigung sowie die Mitglieder der Wirtschaftsjunioren der umliegenden Landkreise geladen.

Durch das Wirtschaftsforum soll der Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft ausgebaut werden. "Schon in der Vergangenheit gab es zahlreiche sehr erfolgreiche Kooperationen wie zum Beispiel bei der Erstellung von regionalen Tourismus-Konzepten", erklärt IHG-Vorsitzender Karl Jägle. Dennoch bestünden bei manchen Unternehmen noch Berührungsängste gegenüber der Universität. Das Wirtschaftsforum soll deshalb zunächst das gegenseitige Kennenlernen unterstützen. "Wir wollen die Unternehmer etwa zweimal im Jahr zu uns einladen und ihnen jeweils Forschungsprojekte oder Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen, die für den unternehmerischen Alltag nützlich sein können", erläutert Wimmer das Konzept. "Vielen Unternehmern ist gar nicht bekannt, woran an der Universität gearbeitet wird und daß eine Menge Wissen der Hochschule auch von Betrieben genutzt werden kann", schildert Michael Gloßner, Vorstandssprecher der Eichstätter Wirtschaftsjunioren die momentane Situation.

Umgekehrt profitierten auch die Universität und ihre Studierenden von intensiveren Kontakten zur Wirtschaft, betont Uni-Präsident Wimmer. "Unser Ziel ist natürlich, daß unsere Studierenden einen guten Berufseinstieg finden; Praktika in Betrieben oder praxisorientierte Diplomarbeiten können dazu beitragen." Wimmer denkt dabei nicht allein an Studierende der Wirtschaftswissenschaften, sondern zum Beispiel auch an angehende Historiker, Geographen, Mathematiker, Sozialforscher oder Pädagogen. Gleichzeitig sei es ein Anliegen der Universität, der Öffentlichkeit anhand konkreter Beispiele zu zeigen, daß die in die Hochschule investierten öffentlichen Gelder "gut angelegt sind".

Beim ersten "Wirtschaftsforum Katholische Universität Eichstätt" werden die Unternehmer vor allem das Projekt "Tele21" kennenlernen, das von Soziologieprofessor Rainer Greca geleitet wird. Dabei geht es um den Einsatz neuer Kommunikations- und Informationstechniken in kleinen und mittleren Betrieben in den Bereichen Telekooperation, Telearbeit, Telelernen und betrieblicher Umweltschutz. Die Unternehmer können bei der Projektpräsentation erfahren, ob und wie sie das Internet, elektronische Post oder Datenbanken sinnvoll und damit wirtschaftlich einsetzen können. Die Universität bietet hierzu im Rahmen von Tele21 mit Unterstützung der Europäischen Union und des Freistaates Bayern Beratungen und Kurse durch professionelle Trainer für kleine und mittlere Betriebe an. Besonders wichtig ist den Initiatoren auch der anschließende persönliche Austausch: Unternehmer, Professoren und Vertreter der Studierenden können anschließend bei einem Buffet direkt ins Gespräch kommen. Zum Ende des nächsten Wintersemesters ist die nächste Veranstaltung des Wirtschaftsforums vorgesehen. Ermöglicht wird das erste Wirtschaftsforum durch das Sponsoring der Sparkasse Eichstätt sowie die Unterstützung der IHK und der Wirtschaftsjunioren.

Interessierte Unternehmer werden gebeten, sich bis Donnerstag, 22. Juli 1999, per Telefax unter 08421/93-1788 zum ersten Wirtschaftsforum anmelden.