Commerzbank AG übernimmt Crash-Kurs "Investment Banking"

29.09.1999 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Wenn nicht nur Banker die Schulbank drücken
Vorstandssprecher der Commerzbank AG eröffnet Crash-Kurs "Investment Banking"

Am 20. Oktober 1999 spricht Dr. Martin Kohlhaussen, Sprecher des Vorstandes der Commerzbank AG Frankfurt/Main und Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, an der TU Chemnitz zum Thema "Die aktuelle Fusionswelle im europäischen Bankwesen". Der Vortrag beginnt um 15.30 Uhr im Uni-Teil Reichenhainer Straße 70, Neues Hörsaalgebäude, Hörsaal N012. Dr. Kohlhaussen eröffnet damit zugleich den zweiten Jahrgang der in Deutschland bisher einmaligen Studienrichtung "Investment Banking", die mit Unterstützung der Commerzbank AG an der Chemnitzer Uni eingerichtet wurde.

Eingebettet ist der Vortrag in einen dreitägigen Crash- Kurs "Investment Banking", an dem auch interessierte Bürger - insbesondere Mitarbeiter von Banken - teilnehmen können: Vom 20. bis 22. Oktober 1999 werden an der TU Chemnitz sieben hochkarätige Manager aus der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main Vorlesungen über Aktienmärkte, das Rentengeschäft und zum Investment Banking halten - unter ihnen Dr. Heinz J. Hockmann, der oberste Vermögensstratege der Commerzbank, und der Chefdevisenhändler Alfred Schorno. Der Aufbau des Crash-Kurses kann im Internet eingesehen werden: http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4/script/invest1.pdf . Nähere Informationen erteilt Prof. Dr. Friedrich Thießen, Tel. 531-4188, E-Mail: thiessen@wirtschaft.tu-chemnitz.de .

Stichwort: Investment Banking

Wo immer auf internationaler Ebene in großem Stil Unternehmen ge- oder verkauft werden, wo eine Firma den Gang an die Börse wagt, wo große Vermögen verwaltet werden oder wo mit ausländischen Währungen gehandelt wird, ist der Rat von Investment Bankern gefragt. Zumindest in Europa ist der Beruf des Investment Bankers noch neu. Bis vor wenigen Jahren war er so gut wie unbekannt - in vielen gängigen Lehrbüchern kommt der Begriff bis heute nicht vor. Typisch für die westeuropäischen Länder ist nämlich das Universalbanksystem. Dabei befindet sich das Wertpapiergeschäft (und nichts anderes ist nämlich Investment Banking im Kern) zusammen mit dem Einlagen- und Kreditgeschäft (neudeutsch: Commercial Banking) unter einem Dach. Das Einlagen- und Kreditgeschäft überwog hierbei in der Vergangenheit bei weitem.

Im angelsächsischen Raum dagegen sind Commercial und Investment Banking getrennt. Letzteres kann dort auf eine fast 200 Jahre alte Tradition zurückblicken, die Investmentbank J. P. Morgan zum Beispiel wird bald 160 Jahre. Auch in Deutschland haben sich die Gewichte immer mehr in Richtung Investment Banking verschoben. Seit geraumer Zeit haben die deutschen Unternehmen entdeckt, wie gut sich mit Wertpapieren die Finanzausstattung, die flüssigen Mittel und die Beteiligung an anderen Firmen steuern lassen. Zudem haben auch die deutschen Privathaushalte mittlerweile die Aktie als Vermögensanlage entdeckt. Auch die Medien haben den Zug der Zeit erkannt: Längst verabschieden sich die "Tagesthemen" und das "heute-journal" jeden Tag mit den Aktienindices aus New York und Tokio.