Pressekonferenz zur Antrittsvorlesung

14.10.1999 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Nr. 76 / 14. Oktober 1999


Pressekonferenz zur Antrittsvorlesung
von Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth,

Inhaber des von der SAP AG gestifteten
Lehrstuhls für Entrepreneurship

Donnerstag, 4. November 99, 16.00 Uhr
Senatssaal der Universität, Kaiserstraße 12, 1. Stock
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Dass er Mut zur Verantwortung hat, zeigt sein Lebenswerk: Innerhalb von 4 Jahrzehnten führte Reinhold Würth die Künzelsauer Schraubengroßhandlung, die er 1954 als 19-Jähriger vom verstorbenen Vater übernahm, vom 2-Mann-Betrieb zum weltweit führenden Konzern auf dem Gebiet der Montage- und Befestigungstechnik. 1998 wurde mit mehr als 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Weltumsatz von über 7 Milliarden Mark erwirtschaftet.

"Entrepreneurship - Mut zur Verantwortung" ist Thema der Antrittsvorlesung, die der international renommierte Unternehmer als Leiter des neuen Instituts für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe hält. Den Lehrstuhl hat das Walldorfer Softwareunternehmen SAP AG im vergangenen Jahr an die Fridericiana gestiftet, wo er als interfakultative Einrichtung an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik angesiedelt wurde. Neben der Universität Karlsruhe fördert die SAP AG die Einrichtung drei weiterer Lehrstühle für Entrepreneurship und Innovationsmanagement an deutschen Universitäten.

Die Lehrstühle sollen den akademischen Nachwuchs aller Fachrichtungen mit theoretischem und praktischem Wissen auf den Schritt in die Selbstständigkeit vorbereiten und als Keimzelle für Unternehmensgründungen wirken. Sie umfassen drei Ebenen der Lehr- und Forschungsaktivitäten: erstens die praxisorientierte Wissensvermittlung, die das für eine Unternehmensgründung erforderliche betriebs- und rechtswissenschaftliche Know-how vermittelt. Zweitens die Motivationsebene, die die Studierenden zum eigenständigen wirtschaftlichen Handeln animiert und für die Chancen und Risiken einer Selbstständigkeit sensibiliert. Drittens die Forschungsebene, die den Schritt von der Erfindung zum erfolgreichen Produkt untersucht.

Reinhold Würth, Vorsitzender im Beirat der von ihm errichteten Würth-Gruppe, gilt aufgrund seiner herausragenden unternehmerischen und persönlichen Leistungen als ideale Besetzung für den Aufbau des Instituts an der Fridericiana. Er erscheint als hervorragend geeignet, den Studierenden das notwendige Gründer-Know-how zu vermitteln, ein regionales und überregionales Netzwerk von Aktivitäten zum Thema Unternehmensgründung und -fortführung zu knüpfen sowie Kooperationen zu initiieren. Das Interfakultative Institut für Entrepreneurship soll zu einer Anlaufstelle und zu einem Kristallisationspunkt für alle Fakultäten der Universität, aber auch für Interessierte von außerhalb werden. Mit ihm ist es der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik in Verbindung mit anderen ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten sowie mit den Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften und Informatik gelungen, ein äußerst wichtiges zukunftsweisendes Gebiet zu installieren. Dadurch wird auch die fachübergreifende Lehre an der Universität Karlsruhe gestärkt.

Zur Person:

Reinhold Würth, Jahrgang 1935, trat 1949 mit 14 Jahren als zweiter Mitarbeiter und erster Lehrling in die väterliche Schraubengroßhandlung in Künzelsau ein. 1952 schloß er die Ausbildung zum Großhandelskaufmann ab. 1954 verstarb der Vater Adolf Würth; Reinhold Würth übernahm im Alter von 19 Jahren die Geschäftsleitung, die er bis 1993 als geschäftsführender Gesellschafter innehatte. Mittlerweile baute er die Firma zu einem weltweit operierenden Unternehmen aus.

Im Jahre 1962 wurde die erste Auslandsgesellschaft gegründet, 1998 wurde mit 28.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Weltumsatz von 7,1 Milliarden Mark und ein Betriebsergebnis von 464 Millionen Mark erwirtschaftet. Heute ist die Firma Würth in 71 Ländern mit 190 selbständigen Gesellschaften vertreten. 1994 wechselte Reinhold Würth aus der aktiven Geschäftsleitung auf den Vorsitz im Beirat der Würth-Gruppe.

In seiner beruflichen Laufbahn hat er sich intensiv mit psychologischen Themen wie Mitarbeitermotivation und Fragen der Berufsethik in einer sich wandelnden Gesellschaft beschäftigt und sich auch im kulturellen Bereich vielfältig engagiert.

Die allgemeine Anerkennung seiner unternehmerischen Leistung sowie seines besonderen sozialen und kulturellen Engagements (zahlreiche Stiftungen und Preise) schlägt sich in vielfältigen Ehrungen und Mitgliedschaften nieder. Dazu zählen unter anderem die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, das Verdienstkreuz am Bande (1985) sowie 1. Klasse (1996) des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die Würde eines Ehrensenators (1991) und eines Ehrendoktors (1999) der Universität Tübingen. Reinhold Würth ist unter anderem Gesellschafter und Mitglied des Kuratoriums der Robert-Bosch-Stiftung, Vorsitzender des Unternehmensbeirats der Gesellschaft für internationale Wirtschaftliche Zusammenarbeit Baden-Württemberg sowie stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim.

-Sibylle Hofmeyer-

Diese Presseinformation ist im Internet unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi076.html

Universität Karlsruhe (TH)
Presse und Kommunikation
76 128 Karlsruhe

Fax: (07 21) 608-36 58


Antwort bitte bis Donnerstag, 28. Oktober 1999!

An der Pressekonferenz zur

Antrittsvorlesung von
Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth

Inhaber des von der SAP AG gestifteten
Lehrstuhls für Entrepreneurship

am Donnerstag, 4. November 1999, 16 Uhr,
Senatssaal der Universität, Kaiserstraße 12, 1. Stock

O nehme ich teil.

O kann ich leider nicht teilnehmen.

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