Wohnungsmarktbeobachtungssystem für Sachsen gefordert

22.11.1999 - (idw) Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V.

Arbeitskreis "Wohnungsmarktbeobachtung der Länder" hält eine Instituionalisierung vorhandener Ansätze zur Wohnungsmarktbeobachtung in Sachsen für notwendig.

Als eine Grundlage dafür kann das inzwischen gemeinsam mit Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen eingerichtete Stimmungsbarometer dienen. Vorbildhaft bei der Schaffung einer verbesserten Informationsbasis für die Begründung der Wohnungspolitik sind derzeit die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Dies stellten Vertreter der Forschungs- und Finanzierungsinstitute der Länder Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Sachsen und des Bundes im Rahmen der Arbeitskreistagung am 11. und 12.11.1999 im Dresdner Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR) heraus. Vor dem Hintergrund sich ständig verändernder Rahmenbedingungen auf den Wohnungsmärkten trafen sich die Experten zum Erfahrungsaustausch über neue Trends und methodische Fragen der Wohnungsmarktbeobachtung und -prognose.
Dabei stellten die Teilnehmer u. a. fest, daß sich neue und alte Länder in Fragen des Wohnungsmarktes schrittweise angleichen. Die Mietbelastung der Haushalte ist, nach Meinung des Vertreters des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, mit rund 25 Prozent in den neuen Ländern trotz niedrigerer Mieten auf gleichem Niveau. In den Regionen der Länder gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den Verdichtungsräumen und den ländlichen Gebieten, weshalb eine Regionalisierung der Wohnungsmarktbeobachtung sehr wichtig ist.
Trendsetter bei der Wohnungsmarkbeobachtung im Osten Deutschlands könnte das Land Sachsen werden, wie die Arbeiten am Institut für ökologische Raumentwicklung zeigen.
Ansprechpartner im IÖR: Irene Iwanow 0351-4679-249