Essener Wissenschaftlerin gestaltet großes Symposium zur Bildungsreform mit

19.04.2002 - (idw) Universität Essen

"Kartoffelbrei und Pferdemist - Chancen einer natürlichen Bildungsreform nach dem PISA-Schock" heißt ein ganztägiges Symposium, das am Freitag, 26. April, vom ZDF in seinem Sendezentrum in Mainz veranstaltet wird. An der Vorbereitung und inhaltlichen Gestaltung war Dr. Christa Henze von der Zentralstelle für Umwelterziehung der Universität Essen entscheidend beteiligt. Sie hat dabei mit Jürgen Drieling, dem verantwortlichen Koordinator des aktuellen Programms "21" der Bund-Länder-Kommission, und dem Leiter der ZDF-Umweltredaktion, Volker Angres, zusammen gearbeitet. Teilnehmer der Fachtagung sind Lehrer und Schüler aus ganz Deutschland, aber auch Vertreter wichtiger gesellschaftlicher Gruppen und politische Mandatsträger. Sie sollen darstellen, wie sie die Möglichkeiten für eine gezielte Unterstützung innovativer Bildungsprozesse einschätzen. Christa Henze wird auf der Veranstaltung mit einem Redebeitrag vertreten sein.

Die Veranstaltung, über die Bundespräsident Johannes Rau die Schirmherrschaft übernommen hat und die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück finanziell gefördert wird, soll, erklärt Christa Henze, deutlich machen, "dass gerade im Bereich der Umweltbildung modellhafte Ansätze für die reformpädagogische Weiterentwicklung von Schule und Unterricht zu finden sind". Als gelungene Beispiele dafür nennt Henze Schülerfirmen und Umweltbildungszentren.

Schülerfirmen sind von Jugendlichen selbständig betriebene ökonomische Projekte, in denen Jugendliche Produkte herstellen oder Dienstleistungen erbringen, die sie in- oder außerhalb der Schule verkaufen. Diese Projekte bieten einen praktischen Zugang zu ökonomischen Grundkenntnissen, stellen aber zugleich die ökonomische Bildung von Anfang an in einen Kontext mit dem Umweltmanagement.

Umweltbildungszentren sind wichtige Kooperationspartner der Schulen, die wirksame Hilfe bei der Umsetzung zukunftsfähiger Inhalte im schulischen Alltag leisten. Zwei besonders gelungene Beispiele für die Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Partnern werden auf dem ZDF-Symposium vorgestellt, darunter auch das in Nordrhein-Westfalen bisher einzigartige Modellprojekt "Lebensraum Ruhr". Unter Leitung einer Hauptschule in Arnsberg und koordiniert von der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW setzen sich über vierzig Schulen entlang der Ruhr für ihren Fluss ein.

Das Umweltbildungs-Symposium ist eines von dreien, die die ZDF-Umweltredaktion unter Leitung von Volker Angres im Vorfeld der Weltkonferenz von Johannisburg im Herbst dieses Jahres veranstaltet. Das ZDF will der Öffentlichkeit damit die Bedeutung einer zukunftsfähigen Entwicklung klar machen. Eine Zusammenfassung der Veranstaltung vom 26. April wird deshalb am Sonntag, 28. April, um 13.15 Uhr in der Sendereihe "ZDF.umwelt" ausgestrahlt.


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