30. Europäischer Teratologie-Kongress vom 7. bis 11. September in Hannover

02.09.2002 - (idw) Tierärztliche Hochschule Hannover

Über die Wirkung von Lebensmittelrückständen und Umweltgiften auf den Verbraucher debattieren vom 7. bis zum 11. September 2002 Spezialisten aus aller Welt im Congress Centrum Hannover. Vorgeschaltet ist ein Satellitenmeeting über unerwünschte Effekte hormonartig wirkender Substanzen". Unter anderen werden folgende Themen diskutiert:
* Hormonell-wirksame Substanzen, so genannte Phyto-Hormone kommen natürlicherweise in Pflanzen und somit in Lebens- und Futtermittelnvor: Welche Wirkung haben Sie auf Mensch und Tier?

* Reichen die niedrigen Schadstoffkonzentrationen in Lebensmitteln und der Umwelt aus, um Wirkungen zu erzielen? Ist das so genannte "hockey-stick-Modell", das Wirkungen bei ganz niedrigen Konzentrationen beschreibt, anwendbar? Träfe dies zu, müsste ein Großteil der heute angewandten Risikoabschätzung neu überdacht werden.
* Das Symposium über Folsäuremangel ist von besonderer Bedeutung: Folsäure ist das einzige Vitamin, mit dem auch ein Großteil der Bevölkerung unserer Industrie-länder nicht ausreichend versorgt ist. Dabei ist es entscheidend, schwere vorgeburtliche Schäden (z.B. Spina bifida = offener Rücken) zu vermeiden. Sehr wahrscheinlich trägt es außerdem dazu bei, bestimmte Herz- Kreislauf und Krebserkrankungen zu verhindern.
* Die Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen für die toxikologische Risikoabschätzung nimmt einen großen Raum ein, so z.B. mit embryonalen Stammzellen der Maus. Können so zukünftig Tierversuche vermieden werden?
Weltweit führende Wissenschaftler stehen für ein Pressegespräch am Montag, dem 9. September 2002 um 12:30 Uhr im HCC (Konferenzraum 07/09), zur Verfügung:
Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Nau, Tagungspräsident (Tierärztliche Hochschule Hannover),
Prof. Dr. Dieter Schrenk (Universität Kaiserslautern),
Prof. Dr. Klaus Pietrzik (Universität Bonn) und
Prof. Dr. Horst Spielmann (ZEBET, BgVV, Berlin).