"Polnisch-deutsches und deutsch-polnisches Lexikon der Sozialpolitik und Sozialarbeit"

19.04.2002 - (idw) Fachhochschule Köln

"Polnisch-deutsches und deutsch-polnisches Lexikon der Sozialpolitik und Sozialarbeit" wird zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Hochschulpartnerschaft in der Fachhochschule Köln vorgestellt

Das zehnjährige Bestehen ihrer Hochschulpartnerschaft feiern das Institut für Sozialpolitik der Universität Warschau und der Fachbereich Sozialarbeit der Fachhochschule Köln mit einer gemeinsamen Jubliäumsfeier am Montag, 22. April 2002, um 17.00 Uhr im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Fachhochschule Köln (Mainzer Str. 5, 50678 Köln, Raum 13). Zu dieser Veranstaltung werden neben vielen anderen Gästen auch deutsche und polnische Teilnehmer der vergangenen zehn Jahre erwartet. Nach einer Begrüßung durch den Dekan des Fachbereichs Sozialarbeit, Prof. Dr. Ulrich Mergner, und durch das Rektorat der Fachhochschule Köln wird Prof. Dr. Otker Bujard, der vor zehn Jahren das Partnerschaftsabkommen unterzeichnete und sich inzwischen im Ruhestand befindet, das neueste Ergebnis der Kooperation vorstellen: ein 500seitiges "Polnisch-deutsches und deutsch-polnisches Lexikon der Sozialpolitik und Sozialarbeit", an dem über 40 Kolleginnen und Kollegen aus beiden Hochschulen mitgearbeitet haben. Anschließend berichten Adjunktin Dr. Grazyna Firlit-Fesnak und Prof. Dr. Helga Oberloskamp, die Initiatorinnen der Partnerschaft, aus der Geschichte der gemeinsamen Beziehungen. Danach wird ein Video unter dem Titel "Wie sehen die Polen die Deutschen und wie sehen die Deutschen die Polen?" vorgeführt, das von Studierenden beider Hochschulen produziert wurde.

Die Partnerschaft entstand im November 1991 auf der Basis einer Gastprofessur von Prof. Dr. Helga Oberloskamp in der Juristischen Fakultät der Universität Warschau, bei der sie die Kollegin Adjunk-tin Dr. Grazyna Firlit-Fesnak auf einer Fachtagung der Bundesanstalt für Arbeit (Nürnberg) in Warschau kennenlernte. Zentrale Elemente der Partnerschaft sind wechselseitige Besuche, gemeinsame Praxisbesuche und Fachseminare zum fachlichen Austausch, um das System sozialer Sicherung und sozialer Arbeit im Land des jeweils anderen Partners kennenzulernen. Dazu dienen auch einmonatige Praktika, die für die polnischen Studierenden bei öffentlichen und freien Trägern der Sozialarbeit in Köln organisiert werden. Die Vielfalt deutscher Institutionen sozialer Arbeit und deren fachlicher Arbeit ist für die polnischen Studierenden besonders interessant, weil es in Polen als Folge der 50jährigen kommunistischen Geschichte bislang keine vergleichbaren Strukturen gibt. Das diesjährige einwöchige Treffen im Vorfeld der Jubiläumsfeier stand unter dem Thema "Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern leben können". Gefördert werden die Maßnahmen vom DAAD, dem Deutsch-polnischen Jugendwerk und von der Fachhochschule Köln.