Quarks, Quanten und Quasare: Fusion - Sonnenfeuer auf der Erde

14.04.2000 - (idw) Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Max-Planck-Institute physikalischer Forschungseinrichtungen und die Ludwig-Maximilians-Universität nehmen mit der Vortragsreihe "Quarks, Quanten und Quasare" am "Jahr der Physik" teil. Es spricht Prof. Dr. H. Zohm vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik über das Thema "Fusion - Sonnenfeuer auf der Erde".


Auftakt der bundesweiten Initiative "Wissenschaft im Dialog" bildet das von Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn nominierte "Jahr der Physik". Max-Planck-Institute physikalischer Forschungseinrichtungen aus dem Münchner Raum und die Ludwig-Maximilians-Universität nehmen an dieser Initiative mit der Vortragsreihe "Quarks, Quanten und Quasare" teil. In zwölf populärwissenschaftlichen Vorträgen wird ein facettenreiches Bild der modernen Physik lebendig. Der dritte Vortrag befasst sich mit dem Thema "Fusion - Sonnenfeuer auf der Erde". Er findet am 18. April 2000, um 19.00 Uhr im Plenarsaal der Bayrischen Akademie der Wissenschaften, Marstallplatz 8, in 80 539 München statt. Es spricht Prof. Dr. H. Zohm vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik.

Physik erforscht die Gesetze der Natur und prägt damit das Bild, das Menschen von der sie umgebenden Welt verinnerlichen. Nie zuvor hat sich unser Weltbild so rasant entwickelt wie durch die physikalischen Erkenntnisse der letzten hundert Jahre. Die Entwicklung der Quantentheorie und die Entdeckung sternenähnlicher Objekte, sog. Quasare, sind beeindruckende Beispiele geistiger Schöpfungskraft. Die Faszination, die Möglichkeiten und die Notwendigkeit zu weiteren Vorstößen in unerforschtes Neuland sind daher ungebrochen.
Die Vortragsreihe wendet sich der modernen Physik zu, wie sie sich mit jungen Zweigen wie Nanotechnologie, Material- oder Fusionsforschung präsentiert.

Im dritten Vortrag stellt Prof. Dr. H. Zohm vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, die Energiequelle der Sterne vor: Durch Verschmelzung von Atomkernen entstehen enorme Energiemengen. Diese Energie auf der Erde zu nutzen, ist seit Jahrzehnten Gegenstand internationaler Forschung. Auf dem Weg zu einem Kraftwerk muss daher untersucht werden, wie sich auf der Erde Bedingungen herstellen lassen, welche dem Sonneninneren ähnlich sind. Der Vortrag wird sowohl die Grundlagen des Kernfusionsreaktors als auch die auf dem Weg dorthin auftretenden physikalischen Fragestellungen diskutieren.

Vor Beginn der Vorträge besteht die Möglichkeit, sich über die Forschungsarbeiten der beteiligten Institute sowie das Physikstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität zu informieren. Im Anschluss an den Vortrag ist eine Diskussion vorgesehen. Die Reihe wird am 10. Mai fortgesetzt.