Neue Impulse für die Biomedizin in der BioRegioN

22.06.2000 - (idw) Gesellschaft für Biotechnologische Forschung mbH (GBF)

BioProfile-Wettbewerb: Projekt "Funktionelle Genomanalyse" in Phase 2

Im Regionen-Wettbewerb BioProfile des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird das Projekt "Funktionelle Genomanalyse - Plattform für Diagnostik und Therapie" aus der BioRegioN, dem Forschungsdreieck Braunschweig - Göttingen - Hannover, in der 2. Phase mit bis zu 100.000 DM gefördert. Einen Betrag bis zur gleichen Höhe wird das Land Niedersachsen als Kofinanzierung zur Verfügung stellen. Koordiniert wird das Projekt von der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig. Ziel ist es, Erkenntnisse aus der Genomforschung wirtschaftlich zu nutzen. Innovative Diagnose- und Therapiekonzepte sollen dazu für Mensch- und Tierkrankheiten entwickelt werden.

Mit dem Wettbewerb BioProfile will das BMBF den deutschen BioRegionen neue Impulse geben, Kompetenzen ausbauen und Profile schärfen. Insgesamt wurden zunächst 20 Vorhaben für die Phase 2 ausgewählt. In dieser Phase sollen bis Ende Januar 2001 die endgültigen Konzepte ausgearbeitet werden. Die drei besten davon werden im Mai 2001 ausgezeichnet. Für diese wird das BMBF über fünf Jahre voraussichtlich insgesamt 100 Millionen Mark bereit stellen.

Beteiligt sind neben der GBF und dem Netzwerk BioRegioN, das weiterhin organisatorische Unterstützung in der Konzeptentwicklung leisten wird, unter anderem Forschungseinrichtungen wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), die Max-Planck-Institute in Göttingen und Hannover sowie junge Biotechnologieunternehmen wie Biobase (Braunschweig), BioVision (Hannover) und IBA (Göttingen).

Die Partner werden sich dabei auf die wirtschaftlich interessanten Forschungsgebiete Infektions-, Entwicklungs- und Neurobiologie konzentrieren. Diese werden sie mit kompetenten Industriepartnern entwickeln und in kommerzielle Anwendungen überführen. Basis hierfür sind die Stärken der Region: erstens eine exzellente, transferbereite Grundlagenforschung, die auf biotechnologische und biomedizinische Anwendungen fokussiert ist und sich auf eine hervorragende Infrastruktur sowie ausreichend Fachpersonal stützt, zweitens das Netzwerk der BioRegioN und drittens eine sich dynamisch entwickelnde Biotech-Szene.

Aus der BioRegioN ist mit dem Antrag "Zukunftsprogramm Pflanzenbiotechnologie. Die marktfähige transgene Pflanze der nächsten Generation" noch ein weiteres Projekt in die 2. Förderphase gewählt worden.