Angewandte Mathematik trifft den Nerv des Arbeitsmarktes

28.07.2000 - (idw) Hochschule Mittweida (FH) / University of Applied Sciences

Die ,,Angewandte Mathematik" in Mittweida trifft den Nerv des Arbeitsmarktes


Veröffentlichungen der Zentralstelle für Arbeitsvermittlungen Bonn zeigen, dass der Arbeitsmarkt für Mathematiker boomt und das Stellenangebot deutlich die Zahl der Absolventen übersteigt. Haupteinsatzbereiche sind in Versicherungsunternehmen, Kreditinstituten, Softwarehäusern, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sowie in der gesamten IT-Branche. Dabei werden von einem Jungmathematiker neben einem umfangreichen mathematischen Wissen fundierte Kenntnisse sowohl in Informatik und Betriebswirtschaft als auch auf finanz- und versicherungsmathematischem bzw. ingenieurtechnischem Gebiet sowie Englischkenntnisse erwartet.

Genau diesen Anforderungen entspricht der Studiengang ,,Angewandte Mathematik" der Hochschule Mittweida, University of Applied Sciences.
In einem 3-semestrigen Grundstudium erfolgt die Ausbildung sowohl in den grundlegenden Lehrgebieten der Mathematik als auch in Informatik, Betriebswirtschaftslehre und Sprachen. Bereits hier nimmt die Datenverarbeitung etwa 30 % der Stundenzahl ein. Im Hauptstudium besteht die Wahl zwischen den beiden Studienschwerpunkten Wirtschaft und Technik, wobei im ersteren die Prinzipien der Finanz- und Versicherungsmathematik und bei dem zweiten die mathematische Modellierung ingenieurtechnischer Probleme und ihre Lösung im Mittelpunkt stehen. Vorteilhaft für die Studenten ist es, dass sie sich erst am Ende des Grundstudiums für einen der beiden Studienschwerpunkte, die eine Spezialisierung auf dem Gebiet der Wirtschafts- bzw. Technomathematik darstellen, entscheiden können. An vielen anderen Hochschulen muss dies schon zu Beginn des Studiums erfolgen.
Im Hauptstudium des Mittweidaer Studiengangs "Angewandte Mathematik" kann der Student neben Pflichtfächern ca. 20% der Lehrveranstaltungen aus einem Katalog von Wahlpflichtfächern wählen und somit das Studium nach seinen Interessen und Neigungen gestalten. Betriebswirtschaftliches Denken erfordert schon in der Phase der Forschung und Entwicklung die Einbeziehung von kostenrelevanten Gesichtspunkten und Marktanalysen, die ohne wahrscheinlichkeitstheoretische Ansätze nicht denkbar sind. So sind beiden Studienschwerpunkten die Ausbildung in verschiedenen Gebieten der Optimierung und der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik gemeinsam. Während des im Studium integrierten 20-wöchigen Praktikums sammeln die Studenten Erfahrungen bei der Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse und häufig ergibt sich hier bereits der Ausgangspunkt für eine anwendungsorientierte Diplomarbeit.
Dabei reichen die Themen von der Gestaltung von Tarifen der Versicherungen und Bausparkassen, der Konzipierung von Aktienportfolios, über Optimierung von Betriebsabläufen in Speditionen und Verkehrsbetrieben, der Auswertung statistischer Untersuchungen bis hin zur Modellierung, Optimierung und Festigkeitsuntersuchung von Bauteilen sowie der Zuverlässigkeit von Kommunikationsnetzen.

Nach einem erfolgreichen Studienabschluss und mit dem Titel eines Diplommathematikers (FH) stehen einem dann alle Wege offen, wie man an unseren Absolventen sieht, die u. a. in Unternehmen der Automobilbranche, der Energieversorgung, der Softwareentwicklung und in Finanz- und Versicherungsunternehmen tätig sind. Der reale Arbeitsmarkt zeigt, dass die Mathematik, die häufig als trockene Wissenschaft bezeichnet wird, eine ungeahnte Breite an Einsatzmöglichkeiten bietet.

Sollten Sie Interesse an unserem Angebot haben, so stehen wir Ihnen auch gern für die Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

Für das kommende Studienjahr 2000/2001 sind noch freie Studienplätze vorhanden.

Rufen Sie an und kommen Sie zu einem Gespräch bei uns vorbei. Durch unser Sekretariat (Tel. 03727 58 1219) werden Sie auch in der Urlaubszeit an einen kompetenten Gesprächspartner weitervermittelt.

Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.htwm.de/mpi/studium/ma bzw. über die Studienberatung http://www.htwm.de/studang zu erhalten.


gez. Ute Ahner
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit