Waldsterben im Saarland

28.07.2000 - (idw) Universität des Saarlandes

Wie dramatisch ist die Situation? Was sind die Ursachen? Mit welchen Folgen ist zu rechnen? Was wird dagegen getan?

Eine Versauerung des Waldbodens im Saarland zum Teil um das Zehnfache in zehn Jahren, eklatante Mangelerscheinungen bei einer Reihe von Baumarten sowie Schadstoffbelastungen des Bodenwassers, die an manchen Stellen die Grenzwerte für Trinkwasser bis um das Vierzigfache überschreiten - dies sind die alarmierenden Ergebnisse einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes. Ihre Messungen erfolgten im Rahmen einer seit Ende der 70er-Jahre bundesweit durchgeführten Maßnahme zur Untersuchung der ökologischen Qualität von Waldgebieten (Forstliches Umweltmonitoring), das mittlerweile auch von der Europäischen Union und den Vereinten Nationen gefördert wird.

Die Ergebnisse zur Entwicklung der Schadstoffbelastungen in den Wäldern des Saarlandes, die ökologischen wie ökonomischen Auswirkungen sowie bereits erfolgte waldbauliche Gegenmaßnahmen stellen Dr. Claus Gerber und Dr. Silke Kruchten von der Fachrichtung Physische Geographie der Universität des Saarlandes einer größeren Öffentlichkeit vor. Alle Interessierten sind eingeladen zur Führung auf dem Waldparcour des Expo2000-Forstprojekts "Low Tech - High Nature": Waldwirtschaft und Waldsterben, Sonntag, 13. August 14.00 Uhr, Treffpunkt: Waldparkplatz am Ortseingang von Von der Heydt (Die Führung dauert etwa 3 Stunden).

Weitere Fragen beantworten Ihnen Dr. Claus Gerber und Dr. Silke Kruchten, Tel. 06897-798206.