Wettbewerb um den Nachwuchs für Hochschulen und Industrie

29.08.2000 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Nr. 93 / 28. August 2000 / mea


Wettbewerb um den Nachwuchs für Hochschulen und Industrie
Jahrestagung der Verfahrensingenieure in Karlsruhe

Einladung zum Pressegespräch
am Mittwoch, 20. September, 12.30 Uhr,
im Kongresszentrum Karlsruhe

Die Jahrestagung der Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen im Verein Deutscher Ingenieure (GVC-VDI) findet vom 20. bis 22. September im Kongresszentrum Karlsruhe statt. Erwartet werden mehr als 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es handelt sich um den größten einschlägigen Kongress in Europa mit Vorträgen und Diskussionen, Postern und Praxis-Forum sowie einem Schüler- und Studierendenprogramm.

Die Tagung behandelt das gesamte Gebiet der Verfahrenstechnik. Schwerpunkte sind die Gebiete Life Sciences, Umwelttechnik und Nanotechnik sowie das Praxis-Forum zu den Themenbereichen Instandhaltungsmanagement und Prozesstechnik.

Über die Inhalte der Tagung informieren wir Sie bei einem Pressegespräch am Mittwoch, den 20. September, 12.30 Uhr, im Kongresszentrum Karlsruhe. Fragen beantworten der Vorsitzende des Programmausschusses, Professor Dr. Helmar Schubert vom Institut für Lebensmittelverfahrenstechnik der Universität Karlsruhe, der Geschäftsführer der GVC, Professor Dr. Helmut Cremer, sowie Professor Dr. Wolfgang Marquardt vom Lehrstuhl für Prozesstechnik der RWTH Aachen und Professor Dr. Ulf Plöcker von der Degussa-Hüls AG.

Die Verfahrenstechnik ist eine Ingenieurdisziplin, die für viele Industriezweige eine Schlüsselposition einnimmt. Dies gilt nicht nur für die chemische Industrie, sondern auch für viele andere Bereiche wie die Biotechnologie als Teil der Life Sciences. Ein Gebiet der Verfahrenstechnik, das von einer stürmischen Entwicklung gekennzeichnet ist, ist die Nanotechnik: Hier geht es darum, Partikeln im Nanomaßstab herzustellen oder Oberflächen mit nanoskaliger Struktur zu produzieren. Auch bei Sensoren spielen nanoskalige Materialien eine Rolle.

"Die Verfahrenstechnik ist eine interdisziplinäre Ingenieurwissenschaft mit einer sehr großen Vielfalt", betont Professor Dr. Helmut Cremer von der GVC-VDI. "Die Industrie arbeitet an der Entwicklung hervorragender Produkte und Produktionsprozesse und schafft damit hervorragende Bedingungen für Verfahrensingenieure und Verfahrensingenieurinnen." Dennoch fehle in der Industrie und in den Hochschulen der Nachwuchs.

Dass sich die Hochschulen den neuen Bedingungen anpassen müssen, fordert Professor Dr. Helmar Schubert von der Universität Karlsruhe. "Die Hochschulen müssen die Forderungen der Industrie aufgreifen und Curricula entwickeln, die eine große Breite vermitteln", sagt Schubert. "Die Ausbildung muss die Absolventen befähigen, ein Berufsleben lang unter Einschluss von Weiterbildung die rascher wechselnden Aufgaben zu erledigen. Es wird aber auch notwendig sein, die Curricula zu entrümpeln, um Platz zu schaffen für neue Themen."

In diesem Diskussionsfeld betreiben die Technisch-Wissenschaftlichen-Organisationen, speziell die GVC-VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen, das Wissensmanagement und führen einen Interessensausgleich herbei - ein Beispiel sind Rahmenstudienpläne, die regelmäßig neu entwickelt werden. Die GVC informiert die Politik und die Öffentlichkeit über die neuen Themen, die neuen Anforderungen, aber auch die großen Chancen für Absolventen der Verfahrenstechnik.

In die GVC-Jahrestagung ist die Sonderveranstaltung "100. Geburtstag Emil Kirschbaum" eingebettet. Der einstige Professor an der Universität Karlsruhe gilt als einer der Wegbereiter der Verfahrenstechnik.


Nähere Informationen:

GVC-VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen, Prof. Dr.-Ing. Helmut Cremer, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, Tel.: 0211 / 6214 - 256; Fax: 0211 / 6214 - 162; E-Mail: gvc@vdi.de; www.vdi.de/gvc

RWTH Aachen, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Lehrstuhl für Prozesstechnik, Turmstr. 46, 52064 Aachen, Tel.: 0241 / 80 - 4668; Fax: 0241 / 88 88 - 326; E-Mail: wma@lfpt.rwth-aachen.de

Degussa-Hüls AG, Prof. Dr.-Ing. Ulf Plöcker, VT-Verfahrenstechnik, Rodenbacher Chaussee 4, 63457 Hanau, Tel.: 06181 / 59 - 24 76, Fax: 06181 / 59 - 43 02; E-Mail: ulf.ploecker@degussa-huels.de

Universität Karlsruhe (TH), Prof. Dr.-Ing. Helmar Schubert, Stellvertretender Vorsitzender der GVC und Leiter des Instituts für Institut für Lebensmittelverfahrnestechnik der Universität Karlsruhe, Tel.: 0721 / 608 - 2497; Fax: 0721 / 69 43 20, E-Mail: lvt@uni-karlsruhe.de


Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Wissenschaft im Dialog" anläßlich des 175-jährigen Bestehens der Universität Karlsruhe. Die Partner der Universität im Jubiläum sind: Agilent Technologies Deutschland GmbH, Badenia Bausparkasse AG, LuK GmbH & Co., SEW-EURODRIVE GmbH & Co., Siemens AG, Stadtwerke Karlsruhe GmbH und Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi093.html