Öffentliche Samstagsvorlesung: "Vordringen in kosmische Weiten"

02.11.2000 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jena. (02.11.00) Ihre populärwissenschaftliche Reihe mit "Öffentlichen Samstagsvorlesungen" nimmt die Physikalisch-Astronomische Fakultät der Universität Jena im aktuellen Semester wieder auf. Zum Start an diesem Samstag, dem 4. November, öffnet Astronomie-Professor Dr. Werner Pfau um 10.30 Uhr im Großen Hörsaal am Max-Wien-Platz den Horizont in unendliche Weiten: Mehrere Milliarden Lichtjahre weit schauen Astronomen heute mit ihren modernen Teleskopen und Messverfahren ins Weltall hinaus.

Dabei wirft Pfau in seinem Vortrag auch einen Blick zurück in die Geschichte der astronomischen Wissenschaft und schildert die drei Revolutionen in seinem Forschungsgebiet: die Einführung des Fernrohrs durch Galileo Galilei 1609, die Erschließung aller Wellenlängen über den optischen Spektralbereich hinaus um 1950 und zuletzt die Entwicklung moderner, räumlich hochauflösender Verfahren, der Interferometrie, mit der die Wissenschaftler durch Kombination mehrerer Teleskopöffnungen ein sehr großes Winkelauflösungsverfahren erzielen und sogar Detail auf der Oberfläche ferner Sterne erkennen können.

In Jena begann die astronomische Forschung mit der Gründung der Universitätssternwarte durch Johann Wolfgang Goethe zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Heute betreiben die Astrophysiker der Friedrich-Schiller-Universität eine Beobachtungsstation in Großschwabhausen und nutzen in internationalen Forschungsverbünden Observatorien auf der ganzen Welt, vor allem in Chile und auf Hawaii. Auch im Weltall sind inzwischen satellitengestützte Systeme wie das Hubble Space Telescope installiert, die in erster Linie Messungen im infraroten Spektralbereich ermöglichen.

Die "Öffentlichen Samstagsvorlesungen" der Jenaer Physiker erfreuen sich beachtlicher Beliebtheit, bei den fünf Veranstaltungen im vergangenen Wintersemester wurden mehr als 1.500 Besucher gezählt. Interessierten Hörern wird daher empfohlen, sich - bei freiem Eintritt - frühzeitig einen Platz im Großen Hörsaal im Institutsgebäude am Max-Wien-Platz 1 zu sichern.


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